Über mich

Die ersten Gehversuche 

Sport hat mich schon seit meiner frühen Kindheit begeistert. Oder sagen wir mal so, zumindest der Großteil. Was ich überhaupt nicht gemocht habe, war damals tatsächlich das Laufen. 
Ich habe früher – besonders im Schulsport – immer Wege gesucht, mich davor zu drücken.
Mir wollte einfach nicht klar werden, warum man ausgerechnet irgendwohin laufen sollte, wo ich doch mit meinem Fahrrad wesentlich schneller und mit weniger Anstrengung vorwärts kam.

Dann Anfang 2017 sah ich bei einer Freundin – ich glaube es war auf Facebook – wie sie von einem Spartan Race berichtete und Bilder von dem Rennen zeigte. Ich war sofort Feuer und Flamme und quetschte sie über die Einzelheiten aus. Wann das wäre, was für Voraussetzungen man mitbringen muss usw. Alles hörte sich sehr spannend und auch sehr spaßig an, also sagte ich spontan zu im September 2017 dort mitzumachen.

Eine Sache hatte ich dabei nicht bedacht….
…natürlich musste ich die über 7km irgendwie zu Fuß laufend zurücklegen.

Glücklicherweise war ich nicht allein. Ein Freund hatte sich mit mir zusammen angemeldet und so beschlossen wir auch zusammen dafür zu trainieren. So dachte ich mir – alles klar, kann ja nicht so schwer sein – kaufte mir ein paar Laufschuhe und begab mich auf meine erste 2km Runde.
Naja 2km waren zumindest geplant. Nach den ersten 500m war ich allerdings schon so außer Atem, dass ich erstmal eine kurze Verschnaufpause gebraucht habe.  Auch die Knie und Beine spürte ich schon deutlich.

Das hatte ich nicht erwartet!

Also schleppte ich mich Meter für Meter voran, bis ich dann endlich meine Runde komplett hatte. Das zweite Training ging ich dann schon etwas ruhiger an. Ich lief etwas langsamer und schaffte es zumindest die ersten 500m nicht gleich vor Erschöpfung umzufallen.
Allerdings merkte ich schon wie beim ersten Mal, dass ich mit den doch sehr weichen Schuhen nicht wirklich zurecht kam und immer leicht einknickte, was mir dann auch noch ordentliche Knieschmerzen in meinem linken Knie bescherte.
Dazu muss ich sagen, dass dieses Knie schon vorher immer mal  Probleme bereitet hatte und ich deshalb auch schon Einlagen bekam und mir auch schon eine Arthrose diagnostiziert wurde – damals war ich noch unter 30!

Naja auf jeden Fall musste ich mir jetzt Gedanken um die richtigen Schuhe machen.

So recherchierte ich im Internet auf den verschiedensten Seiten. Schaute YouTube Videos, las Blogs und immer wieder stieß ich, gerade bei Läufern mit Knieproblemen, auf das Thema Minimal- und Barfußschuh.
Also entschloß ich mich es einmal auszuprobieren. Am ehesten nach Barfuß, sahen für mich die Fivefingers von Vibram aus. Da ich nicht auf der Straße, sondern hauptsächlich im Gelände trainieren wollte, holte ich mir die Trailvariante davon.

Dann kam das erste Training, das alles verändern sollte!

Ok das Anziehen der Schuhe war schon eine Herausforderung beim ersten Mal und besonders ästhetisch schauen sie auch nicht gerade aus. Aber sie sollten ja auch nur funktionieren.
Das Laufen damit, war auf jeden Fall schon einmal völlig anders. Ich fühlte mich um einiges stabiler und ich musste gefühlt weniger, bewusst ausgleichen. 
Der Lauf war natürlich immer noch anstrengend aber fühlte sich wesentlich angenehmer an. Vor allem knickte ich nicht mehr ein und hatte somit auch keine Knieschmerzen. Dafür hatte ich nach den immer noch zwei Kilometern eine ganze Woche lang Muskelkater in der Wade. Das hatte ich total unterschätzt.
Trotzdem machte ich noch eine ganze Zeit so weiter. Das Laufen wurde immer besser und machte sogar mit jedem Fortschritt, den ich machte immer mehr Spaß. Nur das Brennen in der Wade wollte nicht wirklich weniger werden.

Im Zuge meiner Recherchen über das Barfußlaufen bin ich dann irgendwann über die Barefoot Academy gestolpert und über das Thema Barefootcoach.

Da ich ja vorhatte, meine Lauftechnik zu verbessern und die Wadenprobleme los zu werden, war für mich ziemlich schnell klar, dass ich auf jeden Fall ein Coaching besuchen sollte. In der Nähe von München gab es zu dem Zeitpunkt noch kein Angebot, also ging es zu Pelle und Ben in den Vivobarefoot Store in Köln.

Das Coaching war wirklich mega gut und hat mir auch gleich meine Defizite aufgezeigt.

Ich hatte natürlich alles falsch gemacht, was ich hätte falsch machen können und bin glücklicherweise trotzdem verletzungsfrei geblieben.
Ich hatte aus YouTube Videos immer nur mitgenommen, dass man auf dem Vorfuß landen sollte und hatte mir eine komplett falsche Technik angeeignet die dann auch zu meiner erhöhten Wadenspannung führte.
Um Spannung aus der Wade rauszunehmen ist es beim Laufen auch erforderlich die Ferse abzusetzen. Das war ein wesentlicher Punkt, weshalb ich Probleme bekam. Und natürlich die Tatsache, dass ich sofort in Barfußschuhen losgelaufen bin und nicht erst langsam ohne Schuhe angefangen habe. Somit war ich immer zu schnell unterwegs ohne es überhaupt zu merken.

Also empfehle ich heute wirklich jedem, der mit dem Barfußlaufen beginnen will, erst einmal wirklich das barfuß gehen zu versuchen um zu sehen, ob es einem überhaupt Spaß macht und im zweiten Schritt auf jeden Fall ein Coaching bei einem Coach seiner Wahl zu besuchen. Je nachdem wo ihr wohnt und was ihr für euch erwartet gibt es verschiedene Angebote in ganz Deutschland.

Also wenn ihr aus dem Raum Köln kommt, dann ganz klar die Empfehlung zu Pelle und Ben zu gehen!


Mein Weg zum Natural Running Coach

Nach dem Kurs in Köln wollte ich noch mehr über das ganze Barfußthema erfahren. 

Ich verschlang etliche Bücher, recherchierte im Internet, interessierte mich auch immer mehr für die menschliche Anatomie und las mich auch dort viel ein. Immer wieder stieß ich auf Fragen, die sowohl bei mir aber auch bei anderen zum Thema Barfußlaufen auftauchten. Ich fing an vieles zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen. 

Mittlerweile hatte ich so viele Ideen und auch einen gewissen Grad an Wissen angehäuft, dass es Zeit wurde damit raus zu gehen. Ich wollte meine Begeisterung für den Laufsport und speziell für das Barfußlaufen so vielen Menschen wie möglich weiter geben. In meinem näherem Umfeld hatte das schon ganz gut funktioniert, also warum nicht meine Leidenschaft auch mit Anderen teilen.

So war BAREFOOT MUNICH geboren.

Bei den ersten Kursen war ich noch aufgeregter als jetzt. Allerdings immer unbegründet.  Ich hatte mich immer genau über meine Teilnehmer und ihre Bedürfnisse informiert und dementsprechend meine Kurse gestaltetet. Das Feedback war immer positiv und kleine und größere Erfolge waren sogar schon während des Kurses zu sehen. 

Am meisten freue ich mich auch jetzt noch, wenn ich nach einigen Wochen höre, dass ich durch meinen Kurs einen positiven Einfluss auf die Bewegung, sportliche Ziele oder einfach nur den Alltag meines Teilnehmers genommen habe.

Wenn ihr noch mehr über mich, mein erstes Rennen, meine Erlebnisse und meine Sportlichen Erfolge wissen wollt, dann schaut gern in meinem Blog vorbei.


Barfüßige Grüße,
Robert