Wanderung auf die Kampenwand 🏔☀️😎

Heute ging es endlich mal wieder in die Berge. Ziel war die Kampenwand. 🏔❄️
Wir sind trotz des warmen und sonnigen Wetters mit Schneeschuhen ausgerüstet. Man weiß ja nie was einen so erwartet. Und Schnee soll es hier ja noch reichlich geben ❄️❄️❄️

Es geht gleich zu Beginn ziemlich steil nach oben und wir machen ordentlich Höhenmeter.
Das Wetter ist sogar noch besser als erwartet. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein lässt uns relativ schnell ins Schwitzen kommen 😁

Je höher wir kommen, desto mehr Schnee ist auch auf unserem Weg. Der ist allerdings so fest, dass wir zu keiner Zeit mit Schneeschuhen laufen müssen. So kommen wir ziemlich schnell voran. Von weitem können wir schon das majestätische Bergmassiv der Kampenwand sehen.

An der Gorialm machten wir eine kurze Rast. Von dort war es auch nicht mehr so weit bis zum Einstieg in den Berg.
Da wurde es dann richtig steil. Zuerst mussten wir ein großes Schneefeld nach oben überwinden um danach in die Felsen einzutauchen. Dort ging es dann sogar teilweise kletternd weiter.

Unser Ziel war der Ostgipfel. Ab jetzt sollte man auf jeden Fall sehr trittsicher und schwindelfrei sein! Außerdem ist es bei den Bedingungen sehr hilfreich Spikes für die Schuhe dabeizuhaben, da es schon einige sehr glatte Stellen auf dem letzten Stück gab.
Ich hatte leider keine dabei und musste deshalb besonders aufpassen nicht abzurutschen. Besonders Bergab ging es ohne nur sehr langsam voran.

Ein wirklich toller Aufstieg mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Alpen und den Chiemsee 😍😍😍

Alles in Allem ein superschöner Tag mit viel Spaß, Sonne und ein Stück Normalität in den Bergen 🤩🏔☀️

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 2 – Puerto de la Cruz

Nach einer sehr erholsamen Nacht mit Meeresrauschen als Hintergrundmusik konnte der Urlaub nun endlich richtig starten.

6. Dezember

SIGHTSEEING-Tour – Puerto de la cruz

Zuerst gönnte ich mir ein gutes Frühstück im Hotelrestaurant. Auch hier hatte ich wieder einen tollen Blick. Ich setzte mich direkt an eins der riesigen Fenster mit Aussicht auf den Ozean. So kann man den Tag starten.

Frisch gestärkt ging ich dann erstmal in Richtung des Starts vom Spartanrace.
Von Spartan war da aber noch nichts zu sehen. Das Einzige was es dort gab, war ein Rummelplatz. Ich war wohl noch etwas zu früh dran…

Also schlenderte ich noch eine Weile durch die engen Gassen der Stadt. Echt schön hier. Viele kleine Häuser, überall Bars und Restaurants wo Leute draußen sitzen und überall riesige Palmen 🌴
Und natürlich das Meer direkt vor der Haustür. Kilometerlange Strände sucht man hier trotzdem vergebens.
Die Küste ist eher rauh, von schroffen Felswänden und meterhohen Klippen geprägt. Zwischendrin findet man aber auch hier einen der berühmten schwarzen Strände.

Da ging ich auch gleich hin. Ich wollte unbedingt das Wasser testen.
Na gut ins Wasser durfte man heute leider nicht. Ist wohl im Moment zu gefährlich. Mit den Füßen war ich trotzdem drin. Es war sogar noch wunderbar warm. Ich hoffe die nächsten Tage wird das Verbot wieder aufgehoben…

Ich relaxte noch eine Weile am Strand und genoss die gute Luft. Hier musste man ausnahmsweise mal keine Maske tragen…

Dann beschloss ich, zurück zum Hotel zu gehen, mich umzuziehen und meine Sightseeingtour laufend fortzusetzen 🏃🏻‍♂️

Eine gute Entscheidung. So kam ich relativ schnell aus der Stadt raus. Ich lief vorbei an einem weiteren Strand, an dem sogar einige Surfer auf dem Wasser waren.

Dann ging es ein gutes Stück bergauf, bis ich wieder Richtung Küste abbog und durch riesige Bananenplantagen lief. Wirklich gigantisch.


Wieder ein Stück weiter kam ein superschöner Trail. Ich weiß nicht genau, wie ich den beschreiben soll:.. Es sah ein bisschen aus, wie eine alte überwachsene Festungsanlage mit sehr karger Vegetation. Der Wegesrand war nur von kleinen Büschen und Kakteen gesäumt. Ich habe mich wirklich in eine vergangene Zeit zurückversetzt gefühlt. Megaschön!

Nach 7 Kilometern endete der Weg an einer steilen Klippe mit gigantischer Aussicht. Hier verweilte ich einen kurzen Moment, bevor ich wieder zurück lief.

Ich hatte mir 10 Kilometer vorgenommen und erreichte mein Ziel direkt an dem Strand wo ich zuvor die Surfer gesehen hatte.
Dort gönnte ich mir erstmal ein Eis und schaute den Surfern dabei zu, wie sie eine Welle nach der nächsten versuchten zu reiten.

Etwas später schlenderte ich noch eine Weile durch den Ort, genoss einfach das schöne Wetter und ließ mich treiben bis ich am Abend wieder im Hotel ankam.

Ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken 🏝😎🏃🏻‍♂️

Mal schauen, was der nächste Tag für mich bereit hält…

7. Dezember

Hikingtour richtUng Teide 🌋

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück schaute ich mal, wie lang eigentlich eine Wanderung zum „Teide“ dem höchsten Berg Teneriffas wäre.

Ok, das war für eine Tagestour doch etwas viel. Da müsste ich schon eine Übernachtung einplanen. Und wahrscheinlich ist so eine Tour nur ein paar Tage vor der EM auch nicht die beste Idee.
So beschloss ich nur ein Teilstück zu gehen. Ich nahm mir vor 4 bis 5 Stunden in Richtung Vulkan zu gehen, in der Hoffnung ein schönes Foto aus der Nähe schießen zu können.

Gesagt, getan! Ich packte noch schnell ein paar Sachen zusammen und dann ging es los.

Am Anfang ging es noch relativ moderat einen schönen Küstenweg entlang.

Das änderte sich aber recht schnell, als es dann in Richtung Berge ging. Es wurde immer steiler und steiler.

Und nein, ich war noch nicht in den Bergen. Stattdessen kämpfte ich mich die steilen Straßen von Realejo Alto immer weiter nach oben. Ich war hier auch der Einzige der sich zu Fuß fortbewegte. Alle anderen fuhren Auto 😅

Irgendwann kam ich dann endlich raus aus der Stadt und erreichte den Fuß des riesigen Bergmassivs. Das erste Ziel war der „Mirador de la Corona“.

Der Weg war jetzt nicht mehr ganz so steil und ich kam gut voran. Er schlängelte sich über Steine und Wurzeln immer weiter nach oben. Immer wieder gewährte er mir einen Blick durch die Bäume hinunter ins Tal und übers Meer.

Der Gipfel mit seinen 757 Metern war dann doch schnell erreicht und ich gönnte mir erstmal eine kurze Pause und schaute den Paraglidern zu, die hier zum Flug über die Stadt starteten.

Etwas über 700 Meter klingt im ersten Moment nicht wirklich viel. Wenn man allerdings bei annähernd 0 Metern startet ist es doch nicht so ohne.

Hier war es auch deutlich kühler, weshalb ich mich dann auch relativ schnell wieder auf den Weg machte. Es ging immer weiter nach oben und nur kurze Zeit später war ich mitten im Nebel einer dichten Wolkendecke, die sich über den Berg gelegt hatte. Das war’s dann wohl mit Sonnenschein…

Zu dem Zeitpunkt war ich erst gute zwei Stunden unterwegs. Vorgenommen hatte ich mir vier Stunden in Richtung Teide zu laufen um zu schauen, wie weit ich kommen konnte. Also ging es weiter.

Der Weg führte über rutschige lehmige Trails immer weiter nach oben. Der Nebel wurde immer dichter und die Umgebung immer feuchter und auch kühler. Der Vorteil dabei war sicherlich der etwas leichtere Aufstieg, da ich nicht so schnell überhitzen konnte.

Wieder eine Stunde und einige Höhenmeter später musste ich realisieren, dass ich Heute wohl nicht mehr aus der Wolke herauskommen würde und somit den Teide auch nicht mehr zu sehen bekomme.

Also machte ich erstmal eine kurze Pause, um nach einem geeigneten Rückweg zu schauen. Ich wollte schließlich nicht auf dem selben Weg zurückgehen.

Der Weg war schnell gefunden. Doch zuvor ging es noch ein Stück nach oben. Ich war nämlich erst 1.300 Höhenmeter gegangen und wollte noch die 1.500 vollmachen.

Als ich dann bei knapp über 1.500 Höhenmetern angekommen war, ging es endlich nach unten. Das erste Mal nach fast 5 Stunden!

Auch wenn ich mit meinen Wandersachen und dem großen Trekkingrucksack nicht wirklich zum Laufen ausgerüstet war, ließ ich es mir nicht nehmen, den Downhill zu genießen und den schmalen Trail nach unten zu ballern.

Was für ein Spaß 🤩 Überraschenderweise hatten meine Sandalen selbst auf dem feuchten Waldboden richtig gut Grip und ich konnte es einfach laufen lassen.

Der Weg war echt megaschön. Er führte mitten durch dichten, wild wachsenden Wald. In dem dichten Nebel, kam ich mir vor wie in einer Welt aus einer anderen Zeit. Dazu die vollkommene Ruhe. Eine wirklich mystische Stimmung.

Ich lief immer weiter bis ich dann endlich, eine ganze Weile später, das Ende der Wolke erreicht hatte und nach etlichen Stunden zum ersten Mal wieder den Himmel und das Meer sehen konnte.

Mittlerweile war ich auch schon knapp 7 Stunden unterwegs und auch wenn ich noch ein Drittel der Strecke vor mir hatte, war das nur halb so wild, da es nur noch nach unten ging.

Jetzt ging es wirklich schnell. Nach kurzer Zeit erreichte ich die Stadt und musste nur noch die steilen engen Gassen nach unten, immer weiter Richtung Meer laufen.

Auf den letzten Kilometern kam ich dann wieder auf den schönen Trail, der mich direkt an der Küste zurück zum Hotel führte. Die Aussicht von hier war jetzt in der Abendsonne noch atemberaubender als auf dem Hinweg. Ich nutzte die tolle Stimmung für eine letzte Pause und genoss den Blick auf das Meer und die untergehende Sonne.

Jetzt musste ich mich aber echt beeilen, es war schon fast dunkel geworden und ich hatte keine Lampe dabei. Die letzten zwei Kilometer bis zum Hotel waren aber auch im Dunkeln kein großes Problem.

Und so kam ich nach knapp 9 Stunden und 30 Kilometern geschafft aber auch zufrieden im Hotel an.

Eine wirklich sehr schöne Wanderung. Wenn ich irgendwann nochmal nach Teneriffa komme, werde ich mir etwas mehr Zeit nehmen und die komplette Strecke bis hoch zum Teide machen.

Wart ihr schon einmal dort? Und wie hat es euch gefallen?


Im nächsten Teil geht‘s dann schon langsam an die ersten Vorbereitungen für das Rennen am Wochenende…