Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 4 – It’s Raceday 🤩

Am nächsten Morgen war es endlich soweit. Es war Raceday! Und trotz der Absage des offiziellen Events fühlte es sich an wie immer 😃

12. Dezember – Spartan Beast Tenerife (unofficial)

Da es heute keine Verpflegungsstationen geben würde, packte ich alles Nötige in meinen Trinkrucksack und dann konnte es auch schon langsam losgehen.

Bis zum Frühstück hatte ich noch etwas Zeit, deshalb gönnte ich meinen Beinen noch eine kleine Lockerungseinheit mit der Massagegun. Ein wirklich geniales Tool um Muskeln und Faszien zu bearbeiten 😃


Nach einem kurzen Frühstück ging es endlich los. Ich verabredete mich mit Tobi um 9:00 Uhr am Racegelände um pünktlich 9:20 Uhr zur offiziellen Startzeit loslaufen zu können.

Zu meiner Überraschung war trotz der Absage einiges los. Wir waren offensichtlich nicht die einzigen Starter Heute. 🤩

Einige Teams machten sich gerade fertig, während andere schon losliefen. Also fast wie beim richtigen Rennen, nur ohne das Ganze Drumherum.

Ich hatte noch etwas Zeit bis zum Start und unterhielt deshalb noch etwas mit den Veranstaltern vom Spartan Race.
Sie bedauerten die kurzfristige Absage sehr und freuten sich deshalb umso mehr, dass trotzdem so viele an den Start gekommen waren um Ihr eigenes Rennen zu laufen, um das Beste aus der Situation rauszuholen. Außerdem sagten sie uns auch, dass die komplette Strecke steht und wir natürlich alle Hindernisse benutzen dürfen. Natürlich nur auf eigene Gefahr 😃

Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen!

Jetzt ging es auch für uns an den Start! Die Stimmung war wirklich toll. Keine Spur von Frust oder Enttäuschung. Alle die hier waren, hatten mega gute Laune und freuten sich auf den Tag. Wir natürlich auch.

Der virtuelle Startschuss fiel, und pünktlich 9:20Uhr waren wir auf der Strecke. Das Wetter war wirklich perfekt. Es war nicht zu heiß und eine kühle Briese wehte vom Meer herüber.

Die Strecke war toll! Der erste Abschnitt führte uns die komplette Strandpromenade entlang und war schon mit etlichen Hindernissen gespickt.


Meine ersten Burpees durfte ich nach nur wenigen Minuten am Twister machen. Fast hätte ich ihn geschafft, aber auf dem letzten Meter ist mir dann doch die Kraft ausgegangen.

Die nächsten 30 folgten dann gleich ein paar Meter weiter an der Monkeybar. Die war mit den erhöhten Zwischenstreben echt schwerer als erwartet. Aber wenigstens den Beater habe ich gut geschafft.

Das letzte Hindernis auf diesem Abschnitt war der Barbwire Crawl, der uns direkt am Strand durch den schwarzen Sand führte. Eigentlich ganz cool, mal abgesehen von dem Sandhaufen in meinen Schuhen, der mich danach noch eine Weile begleitete.

Dann führte uns die Strecke über einen Kanal ins Landesinnere, wo wir dann nach einiger Zeit auf die ersten Carry Hindernisse trafen. Erst der Atlas Carry und dann der erste Carry ohne offizielles Gewicht. Hier hieß es jetzt kreativ werden, da weder Baumstämme, Eimer noch Ketten auf der Strecke waren.
Dafür lagen überall größere Steine, die sich als hervorragende Alternative herausstellten.
Es war echt schön zu sehen, dass auch alle anderen mit Felsbrocken auf der Schulter ihre Runde drehten.

Jetzt mussten wir nur noch über den Stairway to Sparta und den Bender bevor es wieder runter in den Kanal ging.

Nachdem wir uns wieder nach oben gekämpft hatten, kamen wir auf eine große weitläufige Fläche, auf der wir mal etwas Tempo machen konnten. Die Kulisse war echt mega. Besonders die riesige alte Brücke unter der wir durchliefen war beeindruckend.

Kurz danach erreichten wir das nächste Hindernis, den Olympus. Da er eins meiner Lieblingshindernisse ist, machten wir den gleich zweimal. Einmal mit und einmal ohne Ketten.

Auch ein immer wieder cooles Hindernis ist die Tyrolean Traverse die hier allerdings sehr viel höher hing als bei allen anderen Rennen bisher. Vorteil davon ist, dass man nicht am Boden schleift, allerdings darf man bei der Höhe auch nicht runterfallen.

Nach einer kurzen Laufpassage und einigen schönen Carry’s kamen wir an den Ape Hanger. Dieses Hindernis hatte ich bis jetzt noch in keinem Rennen geschafft.

Aber gerade weil es ein herausforderndes Hindernis ist, ist es auch sehr beliebt bei Läufern. Deshalb war es auch an diesem Tag sehr stark frequentiert. Ziemlich viele Athleten hatten sich hier versammelt und versuchten dieses Hindernis zu meistern.

Für mich war klar, dass ich es diesmal, gerade mit meiner Schulterverletzung, nicht schaffen konnte. Versuchen wollte ich es trotzdem.
Naja besonders weit bin ich nicht gekommen und so durfte ich wieder Burpees machen.

Das nächste Mal klappt es dann hoffentlich. Muss mal schauen, dass ich das trainieren kann!

Als Nächstes folgte eine längere Laufstrecke. Es ging wieder zurück in Richtung Meer. Mittlerweile merkte ich auch, dass ich schon eine Weile nicht mehr so lange Läufe gemacht hatte. Deshalb war ich auf dem wirklich gut und eigentlich auch schnell laufbaren Abschnitt doch relativ langsam unterwegs. Spaß machte es trotzdem!

Endlich am Meer angekommen, ging es dann auch gleich etwas besser. Die frische und kühle Luft sorgte für ordentlich Antrieb.

Dann kam eine etwas schwerer einsehbare Kreuzung, an der wir fast vorbeigerannt wären. Hier ging es nochmal ein Stück in die Gegenrichtung zum Sandbag Carry.
Zum Glück hatten wir die Abzweigung noch rechtzeitig gesehen, denn zu unserer Überraschung lag hier sogar ein Sandsack für die Athleten bereit. Eine gute Gelegenheit für ein paar schöne Fotos.

Das nächste Hindernis war der erste Spearthrow. Hier mussten wir wieder kreativ werden, da natürlich keine Speere herumlagen. Einer der Athleten kam auf die Idee stattdessen seinen Schuh zu werfen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Und so machten wir und auch alle Anderen aus dem Spearthrow kurzerhand einen Shoethrow. Ein echt lustiges Schauspiel.

Das hatte uns nochmal richtig motiviert und gab uns nochmal Energie für den Endspurt, denn jetzt ging es nur noch bergab in Richtung Zielgerade.

Wieder in Puerto de la Cruz angekommen ging es über eine hohe Wand wieder in Richtung Strandpromenade.
Am Ropeclimb trafen wir dann zufällig auch Lisa, die uns dann noch ein ganzes Stück begleitete und sogar noch ein paar Fotos und Videos von uns machte.

Jetzt war es zwar nicht mehr weit bis ins Ziel aber dafür gab es noch einige Hindernisse zu bewältigen.

Eins davon war die Slackline, die ich noch in keinem Rennen geschafft hatte. Hier gönnte ich mir dieses Mal drei Anläufe und siehe da, der dritte Anlauf klappte tatsächlich. Für mich ein absolutes Erfolgserlebnis! Hoffe ich schaffe es ab jetzt auch in einem richtigen Rennen.

Nur noch wenige Hindernisse trennten uns vom Ziel und die meisten waren auch sehr gut zu schaffen und so erreichten wir dann endlich den Zielbereich. Eine tolle Kulisse, auf einer Festung, direkt am Meer.

Die letzten drei Hindernisse vor dem Zieleinlauf lagen nun vor uns. Wobei das Vertical Cargo und die Slippery Wall ziemlich easy waren.

Das letzte Obstacle vor dem Ziel war allerdings das Multirig. Normalerweise eines meiner Lieblingshindernisse. Mit meiner kaputten Schulter kam ich dieses Mal leider nicht allzu weit und so durfte ich so kurz vorm Ziel nochmal 30 Burpees machen. Naja half ja nix.

Dann endlich war es soweit. Tobi und ich sprangen über das virtuelle Feuer und liefen ins Ziel. Ein toller Moment!

Wir waren echt ganz schön kaputt und froh zugleich. Fast wie bei einem richtigen Rennen…

Und ja, die Atmosphäre, die man sonst beim Zieleinlauf hat fehlte uns schon ein bisschen. Vor allem die Medaillenübergabe.
Ansonsten war nicht so viel Unterschied zu einem richtigen Rennen. Wir waren dreckig, verschwitzt und freuten uns auf die Dusche im Hotel.

Als Fazit kann man festhalten, dass es die beste Entscheidung war hierher zu fliegen und dieses megaschöne Rennen mitzulaufen.
Wir haben viele tolle Athleten getroffen, hatten eine Menge Spaß, klasse Hindernisse und eine superschöne Laufstrecke.
Alles in allem ein großartiger Tag, den wir auch nicht so schnell vergessen werden.

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 2 – Puerto de la Cruz

Nach einer sehr erholsamen Nacht mit Meeresrauschen als Hintergrundmusik konnte der Urlaub nun endlich richtig starten.

6. Dezember

SIGHTSEEING-Tour – Puerto de la cruz

Zuerst gönnte ich mir ein gutes Frühstück im Hotelrestaurant. Auch hier hatte ich wieder einen tollen Blick. Ich setzte mich direkt an eins der riesigen Fenster mit Aussicht auf den Ozean. So kann man den Tag starten.

Frisch gestärkt ging ich dann erstmal in Richtung des Starts vom Spartanrace.
Von Spartan war da aber noch nichts zu sehen. Das Einzige was es dort gab, war ein Rummelplatz. Ich war wohl noch etwas zu früh dran…

Also schlenderte ich noch eine Weile durch die engen Gassen der Stadt. Echt schön hier. Viele kleine Häuser, überall Bars und Restaurants wo Leute draußen sitzen und überall riesige Palmen 🌴
Und natürlich das Meer direkt vor der Haustür. Kilometerlange Strände sucht man hier trotzdem vergebens.
Die Küste ist eher rauh, von schroffen Felswänden und meterhohen Klippen geprägt. Zwischendrin findet man aber auch hier einen der berühmten schwarzen Strände.

Da ging ich auch gleich hin. Ich wollte unbedingt das Wasser testen.
Na gut ins Wasser durfte man heute leider nicht. Ist wohl im Moment zu gefährlich. Mit den Füßen war ich trotzdem drin. Es war sogar noch wunderbar warm. Ich hoffe die nächsten Tage wird das Verbot wieder aufgehoben…

Ich relaxte noch eine Weile am Strand und genoss die gute Luft. Hier musste man ausnahmsweise mal keine Maske tragen…

Dann beschloss ich, zurück zum Hotel zu gehen, mich umzuziehen und meine Sightseeingtour laufend fortzusetzen 🏃🏻‍♂️

Eine gute Entscheidung. So kam ich relativ schnell aus der Stadt raus. Ich lief vorbei an einem weiteren Strand, an dem sogar einige Surfer auf dem Wasser waren.

Dann ging es ein gutes Stück bergauf, bis ich wieder Richtung Küste abbog und durch riesige Bananenplantagen lief. Wirklich gigantisch.


Wieder ein Stück weiter kam ein superschöner Trail. Ich weiß nicht genau, wie ich den beschreiben soll:.. Es sah ein bisschen aus, wie eine alte überwachsene Festungsanlage mit sehr karger Vegetation. Der Wegesrand war nur von kleinen Büschen und Kakteen gesäumt. Ich habe mich wirklich in eine vergangene Zeit zurückversetzt gefühlt. Megaschön!

Nach 7 Kilometern endete der Weg an einer steilen Klippe mit gigantischer Aussicht. Hier verweilte ich einen kurzen Moment, bevor ich wieder zurück lief.

Ich hatte mir 10 Kilometer vorgenommen und erreichte mein Ziel direkt an dem Strand wo ich zuvor die Surfer gesehen hatte.
Dort gönnte ich mir erstmal ein Eis und schaute den Surfern dabei zu, wie sie eine Welle nach der nächsten versuchten zu reiten.

Etwas später schlenderte ich noch eine Weile durch den Ort, genoss einfach das schöne Wetter und ließ mich treiben bis ich am Abend wieder im Hotel ankam.

Ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken 🏝😎🏃🏻‍♂️

Mal schauen, was der nächste Tag für mich bereit hält…

7. Dezember

Hikingtour richtUng Teide 🌋

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück schaute ich mal, wie lang eigentlich eine Wanderung zum „Teide“ dem höchsten Berg Teneriffas wäre.

Ok, das war für eine Tagestour doch etwas viel. Da müsste ich schon eine Übernachtung einplanen. Und wahrscheinlich ist so eine Tour nur ein paar Tage vor der EM auch nicht die beste Idee.
So beschloss ich nur ein Teilstück zu gehen. Ich nahm mir vor 4 bis 5 Stunden in Richtung Vulkan zu gehen, in der Hoffnung ein schönes Foto aus der Nähe schießen zu können.

Gesagt, getan! Ich packte noch schnell ein paar Sachen zusammen und dann ging es los.

Am Anfang ging es noch relativ moderat einen schönen Küstenweg entlang.

Das änderte sich aber recht schnell, als es dann in Richtung Berge ging. Es wurde immer steiler und steiler.

Und nein, ich war noch nicht in den Bergen. Stattdessen kämpfte ich mich die steilen Straßen von Realejo Alto immer weiter nach oben. Ich war hier auch der Einzige der sich zu Fuß fortbewegte. Alle anderen fuhren Auto 😅

Irgendwann kam ich dann endlich raus aus der Stadt und erreichte den Fuß des riesigen Bergmassivs. Das erste Ziel war der „Mirador de la Corona“.

Der Weg war jetzt nicht mehr ganz so steil und ich kam gut voran. Er schlängelte sich über Steine und Wurzeln immer weiter nach oben. Immer wieder gewährte er mir einen Blick durch die Bäume hinunter ins Tal und übers Meer.

Der Gipfel mit seinen 757 Metern war dann doch schnell erreicht und ich gönnte mir erstmal eine kurze Pause und schaute den Paraglidern zu, die hier zum Flug über die Stadt starteten.

Etwas über 700 Meter klingt im ersten Moment nicht wirklich viel. Wenn man allerdings bei annähernd 0 Metern startet ist es doch nicht so ohne.

Hier war es auch deutlich kühler, weshalb ich mich dann auch relativ schnell wieder auf den Weg machte. Es ging immer weiter nach oben und nur kurze Zeit später war ich mitten im Nebel einer dichten Wolkendecke, die sich über den Berg gelegt hatte. Das war’s dann wohl mit Sonnenschein…

Zu dem Zeitpunkt war ich erst gute zwei Stunden unterwegs. Vorgenommen hatte ich mir vier Stunden in Richtung Teide zu laufen um zu schauen, wie weit ich kommen konnte. Also ging es weiter.

Der Weg führte über rutschige lehmige Trails immer weiter nach oben. Der Nebel wurde immer dichter und die Umgebung immer feuchter und auch kühler. Der Vorteil dabei war sicherlich der etwas leichtere Aufstieg, da ich nicht so schnell überhitzen konnte.

Wieder eine Stunde und einige Höhenmeter später musste ich realisieren, dass ich Heute wohl nicht mehr aus der Wolke herauskommen würde und somit den Teide auch nicht mehr zu sehen bekomme.

Also machte ich erstmal eine kurze Pause, um nach einem geeigneten Rückweg zu schauen. Ich wollte schließlich nicht auf dem selben Weg zurückgehen.

Der Weg war schnell gefunden. Doch zuvor ging es noch ein Stück nach oben. Ich war nämlich erst 1.300 Höhenmeter gegangen und wollte noch die 1.500 vollmachen.

Als ich dann bei knapp über 1.500 Höhenmetern angekommen war, ging es endlich nach unten. Das erste Mal nach fast 5 Stunden!

Auch wenn ich mit meinen Wandersachen und dem großen Trekkingrucksack nicht wirklich zum Laufen ausgerüstet war, ließ ich es mir nicht nehmen, den Downhill zu genießen und den schmalen Trail nach unten zu ballern.

Was für ein Spaß 🤩 Überraschenderweise hatten meine Sandalen selbst auf dem feuchten Waldboden richtig gut Grip und ich konnte es einfach laufen lassen.

Der Weg war echt megaschön. Er führte mitten durch dichten, wild wachsenden Wald. In dem dichten Nebel, kam ich mir vor wie in einer Welt aus einer anderen Zeit. Dazu die vollkommene Ruhe. Eine wirklich mystische Stimmung.

Ich lief immer weiter bis ich dann endlich, eine ganze Weile später, das Ende der Wolke erreicht hatte und nach etlichen Stunden zum ersten Mal wieder den Himmel und das Meer sehen konnte.

Mittlerweile war ich auch schon knapp 7 Stunden unterwegs und auch wenn ich noch ein Drittel der Strecke vor mir hatte, war das nur halb so wild, da es nur noch nach unten ging.

Jetzt ging es wirklich schnell. Nach kurzer Zeit erreichte ich die Stadt und musste nur noch die steilen engen Gassen nach unten, immer weiter Richtung Meer laufen.

Auf den letzten Kilometern kam ich dann wieder auf den schönen Trail, der mich direkt an der Küste zurück zum Hotel führte. Die Aussicht von hier war jetzt in der Abendsonne noch atemberaubender als auf dem Hinweg. Ich nutzte die tolle Stimmung für eine letzte Pause und genoss den Blick auf das Meer und die untergehende Sonne.

Jetzt musste ich mich aber echt beeilen, es war schon fast dunkel geworden und ich hatte keine Lampe dabei. Die letzten zwei Kilometer bis zum Hotel waren aber auch im Dunkeln kein großes Problem.

Und so kam ich nach knapp 9 Stunden und 30 Kilometern geschafft aber auch zufrieden im Hotel an.

Eine wirklich sehr schöne Wanderung. Wenn ich irgendwann nochmal nach Teneriffa komme, werde ich mir etwas mehr Zeit nehmen und die komplette Strecke bis hoch zum Teide machen.

Wart ihr schon einmal dort? Und wie hat es euch gefallen?


Im nächsten Teil geht‘s dann schon langsam an die ersten Vorbereitungen für das Rennen am Wochenende…

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 1 – Reisevorbereitungen

Nach dem Spartan Race Kaprun im Januar hangelte ich mich von Absage zu Absage. Alle weiteren Rennen wurden gecancelt oder verschoben und dann abgesagt. So auch die Europameisterschaft, die ursprünglich in Oberndorf hätte stattfinden sollen und nun zum letzten Rennen im Jahr geworden war.

Diese wurde jetzt hierher, nach Teneriffa verlegt und soll bis jetzt – es ist der 5. Dezember auch noch stattfinden 🤩🤩🤩

November 2020

Die planung begiNnt

Jetzt aber nochmal kurz zurück…

Da es in diesem Jahr nicht so einfach ist irgendwas zu planen, warteten wir noch bis Mitte November und beobachteten wie sich die Lage auf den Kanaren entwickelte.
Glücklicherweise blieb die Lage dort weiter entspannt und wir entschlossen uns zu buchen.

Tobi fand ein super Komplettangebot bei Lidl Reisen. So hatten wir Flug, Transfer und Hotel bei einem Anbieter und hätten im Falle einer Stornierung weniger Stress.

Die Rennen buchten wir nur kurze Zeit später. Wir entschlossen uns dazu an dem Wochenende alles mitzunehmen was möglich ist und buchten neben der EM auch noch den Super und Sprint dazu.

Das sollte mein erster Trifecta 2020 werden 😃

Die Rennen konnten wir glücklicherweise mit unseren Codes der abgesagten Rennen buchen und hatten somit keinerlei weitere Kosten dafür.

An der Stelle nochmal herzlichen Dank an Magdalena vom Spartan Support, die uns dabei schnell und unkompliziert geholfen hat 😍

4. Dezember

Warten auf den Coronatest

Jetzt war es fast soweit. Morgen sollte mein Flug gehen. Alles hing nur noch an dem Testergebnis von meinem Coronatest, den ich gestern machen musste. Ohne ein negatives Testergebnis darf nämlich Niemand einreisen.

Gegen 19 Uhr sollte ich das Ergebnis online abrufen können. Also wartete ich und ab 18 Uhr aktualisiere ich alle halbe Stunde die Seite.

Nichts passierte….

Es war mittlerweile schon 22 Uhr und immer noch kein Ergebnis. Da ich um 4 aufstehen musste ging ich dann etwas genervt ins Bett und beschloß auf den nächsten Morgen zu hoffen…

Kostenloser Test https://www.corona-teststelle.de/

5. Dezember

Reise nach TENERIFFA

Endlich war es soweit. Der Tag der Abreise war gekommen.
Nach dem Aufstehen schaute ich erstmal auf die Coronatest Seite nach, ob nun endlich mein Testergebnis da ist. Und ja! Endlich war es da und NEGATIV!

Jetzt konnte es wirklich losgehen.

Ich machte mich noch schnell fertig und dann ging es auch schon zum Flughafen. Dort angekommen, war schon eine ganz schön lange Schlange am Check-In.
Dann war ich an der Reihe. Als erstes wollten sie den Code des elektronischen Gesundheitsformulars von mir sehen. Das hatte ich noch nicht ganz fertig, da man noch den Sitzplatz eintragen musste und ich den erst am Schalter bekommen sollte. Außerdem hatte ich angenommen, dass ich das erst auf Teneriffa brauche.

Naja, Füll ich es eben schnell aus, dachte ich.

Von wegen, ständig brach die APP ab und es war mir nicht möglich das Formular abzuschließen. Ich versuchte es nochmal im Web – dasselbe!

Mittlerweile häuften sich die Passagiere bei denen es nicht funktionierte und viel Zeit bis zum Boarding blieb auch nicht mehr.
Zum Glück hatte die Mitarbeiterin von TuiFly noch einen Plan B – eon Papierformular zum ausfüllen.

Also alles nochmal von vorn und dann endlich einchecken. Was für ein Stress!

Gesundheitsformular: https://www.spth.gob.es/create

Kaffe trinken war jetzt leider nicht mehr drin. Es ging direkt zum Gate und dann endlich in den Flieger. 🥳
Der war überraschend voll. Es gab keinen einzigen freien Platz. Ich hatte angenommen, dass aufgrund der derzeitigen Situation nur jeder zweite Platz besetzt wäre.
Das Lustige daran war, dass sie einen ständig darauf hinwiesen Abstand zu halten. Das funktioniert natürlich besonders gut, wenn alle dicht an dicht zusammensitzen 🤣

Nach 5 Stunden Flug erreichten wir endlich Teneriffa 🏝😃
Dort war alles recht entspannt. Ich holte schnell mein Gepäck und dann ging es raus in die Sonne ☀️

Es war wunderbar warm. Überall riesige Palmen 🌴 Ich hatte es geschafft! Der Urlaub konnte beginnen. Ich merkte richtig, wie der Stress der letzten Tage von mir abfiel. Nur noch in den Bus und dann ab ins Hotel.

Die Fahrt dauerte nochmal eine ganze Weile. Der Flughafen war im Süden und das Hotel im Norden der Insel. So gab es noch eine Inselrundtour 😁

Die Landschaft erinnerte mich ein bisschen an Big Island Hawaii 🌺
Viele große karge Flächen mit nur wenig Bewuchs und Kakteen. Dann immer wieder Palmengärten und Bananenplantagen. Das Beste war die ganze Zeit der Blick aus Meer und die hohen Wellen, die an die felsige Küste schlugen. Ein toller Anblick 😍

Dann kam ich endlich im Hotel an. Es war mittlerweile 15:00 Uhr und ich war ziemlich kaputt vom Tag. So beschloss ich nur noch ein paar Sachen einzukaufen und dann langsam zur Ruhe zu kommen.

Doch zuvor musste ich noch das Hotel erkunden. Mein Zimmer war im 12. Stock und wie versprochen mit Meerblick und einer grandiosen Aussicht 🤩

Der Hotelkomplex war megagroß. Mit mehreren Pools, Minigolf, Tennisplatz uvm. und einem toll angelegten riesigen Garten, Einfach traumhaft!

Dort machte ich dann auch gleich das heutige Workout vom OCR MUNICH Adventskalender 💪🏻🌴

Dann ging es aber wirklich aufs Zimmer. Ich machte mir noch ein leckeres Abendbrot und eins, zwei Bier dazu 😋

Jetzt hatte ich auch endlich Zeit noch die zahlreichen Geburtstagsgrüße zu beantworten 😁 Vielen Dank allen, die an mich gedacht haben. Hab mich mega gefreut 😍

Und auch wenn mein Geburtstag ruhig hätte etwas weniger stressig verlaufen können, ist am Ende doch alles gut gegangen und mein einziger Wunsch, hierher zu kommen, in Erfüllung gegangen 😃🏝🌊

Mehr gibts in Teil 2…