4 Tage Outdoortour in Bayern 🏝🏕⛰

Wie auch schon im letzten Jahr zu Pfingsten, mussten wir unseren jährlichen Ausflug auf die Hütte leider absagen. Also hieß es für mich wieder kreativ werden und eine passende Alternative finden.
Leider war die kompletten 4 Tage Regen angesagt und ohne Coronatest gab es auch nicht die Möglichkeit dem Regen zu entkommen. Außerdem hätte ich dafür auch ziemlich weit wegfahren müssen…

Naja der Mietwagen war gebucht und so musste ich einfach das Beste aus der Situation machen.
Mein Ziel war es auf jeden Fall raus in die Natur zu kommen um zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen und da ich schon länger mal nach „Bayrisch Kanada“ wollte, führte mich da der erste Tag hin.

Tag 1 – Bayrisch Kanada

SIGHTSEEING Run

Die Wanderstrecke hatte ich mir auf Komoot rausgesucht. Start der knapp 15 Kilometer Strecke war in Arnetsried im Bayrischen Wald. Von da ging es dann nach „Bayrisch Kanada“ entlang des Flusses „Schwarzer Regen“ und wieder zurück.

Am Start angekommen, hörte es gerade auf zu Regnen und da ich Bock hatte eine Runde zu laufen und die neue Laufhose von Lululemon zu testen, zog ich mich kurz um, nahm meinen Trinkrucksack und lief los.
Zuerst ging es durch den Ort, vorbei an Feldern und dann in den Wald hinein. Dort ging es Anfangs über Forstwege, dann über schmale Wurzeltrails, die direkt am Wasser entlangführten. Die Landschaft war wirklich beeindruckend und erinnerte mich sehr an die Zeit in Schweden. Überall sehr naturbelassener Mischwald in sattem Grün, durch den sich der Schwarze Regen schlängelte.

Immer wieder hielt ich an um den Anblick zu genießen und um Fotos zu machen.

Am Nachmittag war ich dann wieder zurück am Start und fuhr erstmal los mir ein paar Sachen zum Essen zu kaufe.

Abends entschloss ich mich dazu wieder zum Flußufer zu gehen um dort mein Nachtlager aufzuschlagen, da ich unbedingt am Wasser schlafen wollte. Leider fing es gerade als ich meine Sachen gepackt hatte, wieder zu regnen an und ich musste die knapp 4 Kilometer im Nassen zurücklegen. Zum Glück war ich auf das Wetter vorbereitet und hatte nicht nur eine Hängematte sondern auch ein Tarp als Regenschutz dabei.

So habe ich die Nacht doch ganz gut verbracht.
In der Früh hatte es dann sogar aufgehört zu Regnen und ich konnte im fast Trocknen wieder zurück zum Parkplatz laufen.

Schön war’s! Und es lohnt sich auf jeden Fall hier einmal vorbeizuschauen und sich selbst ein Bild von der atemberaubenden Landschaft zu machen.
Wir werden dieses Jahr auf jeden Fall nochmal hierher fahren und dann die Gegend mit dem Packraft erkunden. Da freu ich mich schon drauf!

Bayrisch Kanda - Bezeichnet das Regental zwischen Teisnach und Viechtach. Wo sich der Schwarze Regen durch wunderschöne unberührte Natur schlängelt, die sehr an die Wildnis Kanadas erinnert.

Tag 2 – Bayrischer Wald

Rißlochfälle & Arbersee

Jetzt hatte es auch endlich aufgehört zu regnen und die Sonne kämpfte sich langsam durch die Wolkendecke.
Heute wollte ich noch ein paar andere Orte erkunden und nachdem ich mir ein paar Leckereien zum Frühstück geholt hatte fuhr ich los.

Die erste Station, war eine Wanderung zu den Rißlochfällen.

Geparkt habe ich etwas weiter unten im Ort, da mir der Weg vom Wanderparkplatz doch zu kurz und langweilig erschien.
Ich ging vorbei an dem wirklich kleinen Bahnhof von Bodenmais, dann durch einen schön angelegten Park immer weiter nach oben bis ich in den Wald kam.
Dort folgte ich einfach dem Bachlauf stromaufwärts bis es irgendwann nicht mehr weiterging und ich auf die andere Bachseite und den offiziellen Weg wechseln musste. Das gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht, da der doch relativ tief war und sich weder die umgestürzten Bäume noch die größeren Steine als natürliche „Brücke“ eigneten. Die waren einfach viel zu rutschig! Also hieß es Schuhe aus und durch 😁

Dann oben an den Wasserfällen angekommen gönnte ich mir erstmal eine leckere Brotzeit bei bester Aussicht. Jetzt ließ sich sogar die Sonne etwas blicken 😎☀️

Mit dem kleinen Umweg und der Bachüberquerung war es echt eine schöne Tour. Ob es sich allerdings lohnt vom Wanderparkplatz nur zu den Wasserfällen zu gehen denke ich eher nicht.
Man könnte es aber gut als Zwischenstation zum großen Arber einbauen ⛰😃
Das wollte ich meinem Fuß heute aber nicht mehr zumuten.

Ich bin dann nur zum Arbersee gefahren. Da muss ich aber echt sagen, dass ich mehr erwartet hätte!

Zum einen konnte man auf dem Parkplatz lediglich ein Tagesticket für 4€ kaufen und nicht weniger. Wobei das noch in Ordnung gewesen wäre, wenn der See an sich schöne Stellen zum verweilen gehabt hätte. Die gab es aber überhaupt nicht. Der ganze See war komplett umzäunt und nirgends hätte man sich mal schön auf die Wiese legen können.

Landschaftlich allerdings war es schon sehr schön. Ich hatte einen super Blick auf den Arber und ringsherum war sehr naturbelassener Urwald.

Also wenn man da hinkommt, sollte man den See auf jeden Fall mit einer Wanderung verbinden, dann lohnt es sich auf jeden Fall!

Für mich ging es jetzt aber schon wieder zurück in Richtung München, da ich noch einkaufen und vor allem meine Sachen trocknen musste.
Auf dem Weg sah ich dann doch noch etwas interessantes was ich mir näher anschauen wollte…

Die Burgruine Weißenstein!

Einer Sage nach wollte die Frau eines Ritters ihre neugeborenen Siebenlinge ertränken lassen. Der heimkehrende Ritter verhinderte das und ließ seine Kinder im Kloster Rinchnach aufziehen, erzählte seiner Frau jedoch nichts. Als erwachsene Männer kehrten die Kinder zurück auf die Burg. Auf die Frage des Burgherrn, was mit einem Menschen geschehen solle, der die eigenen Kinder umbringen lässt, antwortet seine Frau, man solle die Person lebendig einmauern. Daraufhin wurde sie eingemauert und soll noch heute als „weiße Frau“ in der Ruine zu sehen sein.

Die Burgruine war als ich dort war leider nich komplett zugänglich und die „weiße Frau“ habe ich auch nicht gesehen aber trotzdem absolut sehenswert wenn man auf Burgen, Schlösser und Mittelalterliches steht 😃

Jetzt ging es aber wirklich nach Hause und einen Plan für die letzten zwei Tage schmieden 😎

Tag 3 – Staffelsee

Packraft & Bushcraft

Gestern hatte ich mir überlegt, dass es doch ganz cool wäre eine Runde Boot zu fahren und danach ein Lager auf einer Insel aufzuschlagen und dort eine gemütliche Nacht in der Hängematte zu verbringen. Der erste See der mir dazu einfiel war der Staffelsee.

Also gesagt, getan! Ich schnappte mir meine Ausrüstung, etwas zu Essen, mein Packraft und fuhr los.
Zu Beginn regnete es noch etwas, aber je näher ich den Bergen kam desto schöner wurde es 😃
Am Staffelsee angekommen war dann keine einzige Wolke mehr zu sehen. Also perfektes Bootswetter 🛶 ☀️☀️☀️

Ich fuhr eine ganze Weile auf dem See herum und genoß erstmal dieses Wahnsinnswetter ehe ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Inselplatz machte. Es war einfach herrlich 😎

Irgendwann, am späten Nachmittag fand ich am anderen Ende der Insel einen tollen Platz mit Blick in Richtung untergehende Sonne. Dort baute ich dann langsam meine Hängematte auf und genoss den Blick auf das Wasser, die Stille und die Abendsonne, die sich auf dem Wasser spiegelte.

Später am Abend, die Sonne war schon untergegangen kam dann noch Tobi angepaddelt.

Er baute auch noch schnell sein Nachtlager, bestehend aus Boot als Unterlage und Tarp als Wetterschutz, auf und gesellte sich dann zu mir.

Ich machte mir gerade ein paar Nudeln mit meinen Esbitkocher als Tobi mit seiner neuen Bushbox um die Ecke kam. Das war, gerade jetzt da es richtig kühl wurde, nochmal eine ganz andere Qualität.
Sie war nicht nur gut um darauf Essen zuzubereiten, sondern vor allem um für Gemütlichkeit zu sorgen.
Das Teil hat halt echt die Qualität von einem Minilagerfeuer, da man es mit richtigem Holz befeuert 🔥🔥🔥
Wir genossen noch eine ganze Weile die Lagerfeuerstimmung und tranken noch ein Bier bis wir dann irgendwann schlafen gingen🍻

Tag 4 – Letzter Tag

Chillen & Bootfahren

Wir haben obwohl es recht kühl wurde ziemlich gut und lang geschlafen. Früh wurden wir dann von einem Fischer geweckt, der uns darauf hinwies, dass wir doch den Platz sauber verlassen sollten.

Das war für uns natürlich kein Problem und natürlich auch selbstverständlich, da wir unsere Plätze immer mindestens so gut verlassen, wie wir sie vorgefunden haben und im Zweifel eher noch Müll von anderen mitnehmen.

Das sollte im Übrigen für jeden selbstverständlich sein. So gibt es auch nie Probleme oder Beschwerden, wenn man mal irgendwo bushcraften will 😊🌳🏕

Als wir dann alles zusammengepackt hatten und wieder auf dem Wasser waren, suchten wir noch Andi und Melissa, die Heute den See umwandern wollten. Irgendwann riefen Sie uns vom Ufer zu und wir machten zusammen eine kurze Rast. Ein schöner Zufall und ein gelungener Abschluss des heutigen Tages. Denn jetzt wo die Wolkendecke langsam wieder etwas dichter wurde, ging es dann auch schon wieder nach Hause.

Als ich dann wieder alles aus dem Auto geräumt hatte und bereit war es wieder zurück zu bringen, war es noch nicht wirklich spät. Also beschloss ich kurzerhand das Wochenende mit einem kurzen Abstecher auf unser Trainingsgelände zu beenden.

Eine tolle Idee! Ich hatte richtig Bock und es machte unglaublich viel Spaß noch eine Runde an den Hindernissen rumzuspielen 😎💪🏻

Als Fazit zum Wochenende muss ich sagen:
Ich hätte nicht erwartet, dass es so schön wird und vor allem, dass das Wetter, nachdem ja ausschließlich Regen angesagt war, noch so sonnig werden würde. 
Es hat sich richtig gelohnt wieder einmal so spontan zu sein und einfach raus in die Natur zu gehen. Wie ein kleines Abenteuer, das sich perfekt dazu eignet aus dem Alltag rauszukommen. 😃

Was machst du, wenn du dem Alltag entfliehen willst?

Auszeit vom Alltag – Roadtrip in den Norden ☀️🏔🏝

In 9 Tagen quer durch Deutschland 🇩🇪 und Dänemark 🇩🇰 

Am 19.September war es endlich mal wieder soweit. Endlich mal wieder aus dem Alltag ausbrechen, etwas Neues sehen und entspannen 😊

Tag 1 – „Drei Gleichen“

Als erste Station und Auftakt in den Urlaub hatte ich mir einen kleinen Sightseeingrun über die „Drei Gleichen“, in meiner alten Heimat – Thüringen, vorgenommen. 🏃🏻‍♂️🏰☀️

Hier war ich das letzte Mal als kleiner Junge gewesen…

Nachdem ich in der Nacht schon mal zum Startpunkt gefahren war, konnte ich auch gleich zum Sonnenaufgang loslaufen.
Am Anfang war es noch ziemlich kühl, um die 5 Grad, aber da es auch gleich zur ersten Burg ordentlich rauf ging, war das nur ein Vorteil für mich.
Es lief richtig gut, die Strecke war überraschend abwechslungsreich und hat richtig Spaß gemacht 🏃🏻‍♂️🤩
Nach 13 Kilometern war ich dann auch schon wieder am Auto 🚙 

Ein toller Start in den ersten Urlaubstag 😃

Mittlerweile war es ganz schön warm geworden und da ich die halbe Nacht durchgefahren war, entschied ich mich dazu, einen sonnigen Platz für einen kurzen Nap zu suchen, bevor es weiter ging.😴

Frisch und ausgeruht ging es dann auch schon weiter.

Als nächstes fuhr ich nach Heiligenstadt um meinen Opa und meine Eltern zu besuchen.
Das hatte ich eigentlich schon viel früher mal geplant aber aus bekannten Gründen immer wieder verschoben.
Dort trafen wir uns dann bei schönstem Spätsommerwetter im Garten, tranken Kaffee (später auch Bier), aßen Kuchen, quatschten viel und ließen es uns einfach mal gut gehen ☀️☀️☀️

Am Abend fuhren wir dann nach Nieste und ließen den Tag mit einem guten Glas Wein 🍷 ausklingen.

Tag 2 – Nach Norden

Morgens, gut ausgeschlafen und gestärkt vom Frühstück, packte ich dann langsam meine Sachen.
Bevor ich dann losfuhr musste ich aber noch die Armbrüste von Peter anschauen und testen.
Hat mega Spaß gemacht, damit zu schießen. Vielleicht hol ich mir ja auch eine Kleine 🏹🤩

Nachdem ich eine Runde Wilhelm Tell spielen durfte ging es auch schon weiter.

Die nächste Station war Hamburg.

Da ich nicht die ganze Strecke durchfahren wollte, machte ich Unterwegs dann noch eine ausgedehnte Pause an dem schönen Flüggenhofsee bei Munster. Ein echt schöner See mit ein paar kleinen Sandstränden. 
Perfekt zum Sonnen(Baden) und relaxen 😎 

Da schaute ich auch gleich, wo ich am Abend mein Lager aufschlagen würde.
Die Wahl fiel hierbei auf die Harburger Berge ⛰  Ein großes Waldstück bei Hamburg mit ein paar Hügeln. Berge würde ich die ja nicht gerade nennen 😂
Am frühen Abend kam ich dort an und gönnte mir erstmal einen Kaiserschmarren zum Abendbrot. Den gabs am Fuße der Berge, auf einer Berghütte, die wahrscheinlich die am niedrigsten gelegene Deutschlands ist 😁

Langsam wurde es kühler und die Sonne begann unterzugehen. Zeit ein Lager für die Nacht zu suchen.
Ich lief ein ganzes Stück in den Wald hinein, aber ein wirklich optimaler Platz ließ sich einfach nicht finden. Entweder die Bäume waren zu dicht oder zu weit voneinander entfernt um meine Hängematte aufzuspannen.
Irgendwann fand ich dann doch noch einen geeigneten Platz. Dort aß ich noch eine Kleinigkeit und legte mich dann relativ schnell schlafen.

Tag 3 – Hamburg

Am nächsten Morgen, ich hatte echt gut geschlafen, ging es dann nach Hamburg.
Zuerst suchte ich mir einen Bäcker, wo ich mir erstmal Frühstück und einen Cappuccino holte. Der schlechteste Cappuccino den ich je getrunken hatte 😅 aber wenigstens die Semmeln waren gut…

Frühstück gab es dann wieder an einem schönen See, in der Sonne ☀️
So schmeckt es doch am Besten. Und da das Wetter so gut war, entschloss ich mich auch gleich noch eine Workout Runde um den See zu machen.
Wieder ein super Start in den Tag 😃

Später wollte ich mich dann eigentlich mit Luisa treffen, die dann leider doch keine Zeit hatte, also verkürzte ich meinen Hamburgaufenthalt etwas.
Ich gönnte mir noch einen schönen, relaxten Nachmittag an der Alster und machte mich am späten Nachmittag auf, ans Meer zu fahren.

Nordsee

Endlich angekommen, freute ich mich schon endlich die Weite des Meeres zu sehen und die Füße in das kalte Nass einzutauchen. Am Fuße der Düne stand ein großes Schild mit der Aufschrift „Nordsee“.
Ich hatte es geschafft! Oder doch nicht?

Oben angekommen, blickte ich auf eine riesige Grünfläche. Von Wasser weit und breit keine Spur. Eine ziemliche Enttäuschung…

Naja, dann musste das Wasser eben noch warten.
Jetzt musste ich mir erstmal einen Platz für die Nacht suchen und da ich keine Lust mehr hatte, ein abgelegenes Plätzchen zu suchen, entschloß ich mich dieses Mal auf einen Campingplatz zu fahren.

Der war auch recht schnell gefunden. Und da der direkt am Meer lag und einen eingezeichneten Strand hatte, stieg meine Hoffnung, heute doch noch das Meer zu sehen.

Und ja, der Platz hatte einen direkten Zugang zum Meer. Allerdings war um diese Zeit, es war schon nach Sieben, leider Ebbe, weshalb ich das Wasser wieder nur aus der Ferne sehen konnte.

So ließ ich den Abend eben mit einem schönen Wattspaziergang im Sonnenuntergang ausklingen. Auch nicht so schlecht 😃

Tag 4 – Husum

Am nächsten Morgen gönnte ich mir erstmal eine schöne Barfuß-Laufrunde am Meer. Es gibt nichts besseres als frische Meeresluft beim Laufen 🏝
Dazu noch das beruhigende Bild des Nebels, der sich über das Watt und die grünen Dünen legte. Einfach traumhaft 😍

Nach diesem tollen Start und einem leckeren Frühstück in der Sonne, ging’s dann weiter nach Husum, wo ich mich mit Steffi verabredet hatte.
Sie war dort gerade zu ihrer Heilpraktikerprüfung, eine gute Gelegenheit sich mal wieder zu treffen 😃

Ich war schon etwas früher da und sicherte uns schonmal einen schönen Platz am Strand 🏖 Dort gab es auch einen sehr guten Imbiss mit Sitzlounge und den besten Fischbrötchen, die ich seit langem gegessen hatte 😋
Ein toller Platz zum entspannen…

Dann kam auch schon Steffi. Wir hatten uns eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen…
Wir suchten uns ein schönes Plätzchen zwischen den Strandkörben mit Blick auf das langsam zurückkehrende Nordseewasser und erzählten uns von den vergangenen Monaten. Was in der Zeit passiert war und was es Neues gab.

Irgendwann am Nachmittag war dann auch endlich das Wasser zurück und ich konnte endlich im Meer baden gehen 🐬🌊
Und an dem wunderbar warmen und sonnigen Tag, tat die Erfrischung besonders gut 😎

Wir blieben noch bis zum Abend und genossen den Blick auf das Meer und die untergehende Sonne, die sich auf der Wasseroberfläche spiegelte.

Ein perfekter Tag 😃

Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Steffi blieb noch eine Nacht in Husum und mich trieb es noch etwas weiter nach Norden.

Ich hatte mir zuvor einen schönen Schlafplatz, gerade einmal eine Stunde entfernt, für die Nacht rausgesucht.
Es ging nach Dänemark 🇩🇰🤩

Dort gibt es zwar kein Jedermannsrecht wie in Schweden oder Norwegen. Dafür gibt es dort ausgewiesene Zeltplätze und Notunterstände, die zur freien Verfügung stehen. Eine Übersicht dieser findet man in der App „Shelter“. Eine tolle Sache 😃

In Dänemark angekommen, fuhr ich auf einen Wanderparkplatz und dann waren es noch knapp zwei Kilometer zu Fuß durch den Wald, bis ich meinen Zeltplatz erreichte. Dank meines „2 Seconds“ von Quechua 🏕 war der Zeltaufbau auch im Dunkeln in wenigen Sekunden erledigt. Und nur wenige Minuten später schlief ich auch schon ein 😴

Tag 5 -Der erste Tag in Dänemark 🇩🇰

Nach einer sehr erholsamen Nacht, packte ich meine Sachen und fuhr zum Frühstück an einen wunderschönen Platz am Meer mit Blick auf den Sonnenaufgang 🌅 🌊


Dieses Mal musste ich auch nicht erst auf das Wasser warten, da ich jetzt nicht mehr an der Nordsee sondern an der Ostsee war.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhr ich erstmal in den Supermarkt nach Gråsten um meine Vorräte aufzufüllen. Natürlich nahm ich mir auch, wie immer in Skandinavien, eine Tüte mit losen Süßigkeiten mit 😋

Nach einem leckeren Kaffee hielt ich auch gleich Ausschau nach einem schönen Spot für meinen heutigen Sightseeingrun.
Meine Wahl fiel auf das „Gråsten Slot“. Ein schönes Schloß an einem großen See und einem relativ großem Waldstück mit vielen Wanderwegen. Also eine schön abwechslungsreiche Strecke mit einigen Kilometern Länge 🏃🏻‍♂️

Der Lauf führte mich durch den Schloßgarten, vorbei an kleinen und großen Seen, über schöne Waldtrails und wieder zurück zum Schloß. Eine super schöne Strecke.

Nachdem ich dann noch ein bisschen durch den Ort geschlendert bin, fuhr ich zu einem kleinen Badestrand um das Wasser zu testen. Es war zwar ziemlich frisch aber für eine kurze Abkühlung genau das Richtige.

Nachdem ich noch eine ganze Weile in der Sonne entspannt und eine Kleinigkeit gekocht hatte, machte ich mich auf den Weg, mir meinen heutigen Platz für die Nacht anzusehen. Auf dem Weg gab es auch immer mal wieder schöne Plätze, die zum Verweilen einluden.

Der heutige Platz war sehr schön angelegt. Eine große Wiese mit Feuerstelle und einem Picknickplatz. Hinter einer Baumreihe ging es direkt zum Meer.
Ansonsten war ringsherum nichts außer ein paar Wiesen auf denen ein paar Pferde und auch ab und zu ein paar Rehe standen.

Nachdem ich dann mein Zelt aufgeschlagen und alles für die Nacht vorbereitet hatte, machte ich mich auf den Weg die Stadt zu erkunden.

Sønderborg

Èin kleines Hafenstädtchen mit einer schönen Hafenpromenade, einer kleinen Einkaufsmeile mit vielen Restaurants. Alles sehr gemütlich und vor allem keine Spur von Streß oder Eile.

Wenn man die Augen offen hält, kann man auch immer wieder schöne künstlerische Details entdecken.

Hier blieb ich noch eine ganze Weile und genoss den Anblick der Abendsonne, die sich auf dem Wasser spiegelte und den Ort in ein spätsommerliches Licht hüllte.

Wieder am Schlafplatz angekommen, machte ich mir noch einen kleinen Snack und schaute mir den Sonnenuntergang über dem Meer an.

Irgendwann nachts – ich schlief schon eine Weile, wurde ich von irgendeinem Tier geweckt, dass durch das Zelt hindurch an meinem Zeh knabberte 😳

Dazu muss man wissen, dass mein Zelt relativ kurz ist und ich mit ausgestreckten Beinen an der Zeltwand anstoße.

Na auf jeden Fall war da irgendein Tier, dass ich nicht identifizieren konnte. Es war ja schließlich stockdunkel und es gab auch keine Geräusche von sich. Ich vermute, dass es sich vielleicht um ein Pferd handelte, da ich dort in der Nähe ein paar gesehen hatte, die sich relativ frei bewegen konnten.

War auf jeden Fall etwas unheimlich 😅

Tag 6 – Sønderborg

Am nächsten Morgen fuhr ich wieder zum Hafen von Sønderborg.
Heute stand ein schönes Strandworkout auf dem Plan.

Ein paar Kilometer an der Küste laufen. Unterwegs habe ich dann noch ein paar Bodyweight Übungen eingebaut.

Den restlichen Tag hab ich nur mit relaxen am Strand und ein bisschen Sightseeing verbracht.

Am späten Nachmittag, machte ich mich dann auf meinen heutigen Schlafplatz zu suchen. Dieses Mal fand ich eine megaschöne Stelle im Osten der Insel.
Der Platz lag direkt am Meer, etwas oberhalb an einem Steilhang mit toller Aussicht.
Dort gab es auch wieder eine Feuerstelle und einen Picknickplatz zum sitzen 😍
Das Nachtlager hatte ich schnell errichtet. Jetzt hieß es nur noch etwas trockenes Holz zu sammeln, damit ich es mir später am Feuer gemütlich machen konnte.

Gesagt, getan!
Nach dem Essen, die Dämmerung setzte langsam ein, entfachte ich das Feuer und genoß eine Weile die Wärme, die Aussicht aufs Meer und das leise Knistern.

Später, als die Sonne untergegangen war, holte ich mein iPad, stellte es neben die Feuerstelle und schaute ich mir noch einen schönen Film auf Amazon an.
Ein toller Abend 😃

Tag 7 – Zurück in Deutschland

Am nächsten Morgen sollte das Abenteuer Dänemark leider schon zu Ende gehen. Jetzt hieß es langsam wieder Richtung Süden fahren.


Zuvor ging es aber noch einmal in den Supermarkt, mich mit nordischen Spezialitäten wie „Reke Ost“, „Brunost“ und Süßigkeiten einzudecken.

Ein guter Kaffee und ein leckerer dänischer Minikuchen durfte natürlich auch nicht fehlen.


Zum Frühstück fuhr ich noch ein letztes Mal an den Strand.
Diese Momente vermisste ich jetzt schon…

Es ging Heute aber noch nicht komplett zurück.


Die nächste Station war ersteinmal Bad Segeberg, wo ich mich noch einmal mit Steffi traf. Hier hatte ich endlich mal die Gelegenheit ihre Heimat kennenzulernen.
Sie zeigte mir alles, wir schwelgten in Erinnerungen und verbrachten noch einen schönen Abend zusammen 😃

Tag 8 – Getting Tough Oberhof

Am nächsten Morgen aßen wir noch zusammen Frühstück bevor ich mich wieder verabschieden musste.

Jetzt stand eine ziemlich lange Fahrt vor mir. Der nächste Halt sollte das 500km entfernte Oberhof in meiner wunderschönen Heimat Thüringen sein.
Dort fand Heute eine der wenigen Laufveranstaltungen des Jahres statt und einige Mitglieder des OCR Munich waren dort angemeldet.

Ich konnte leider wegen meiner immer noch andauernden Schulterverletzung nicht teilnehmen.
Da es aber auf dem Weg lag, wollte ich es mir zumindest einmal ansehen und unsere Leute anfeuern.

Dort angekommen, war das Wetter zum Glück so mies, dass ich es nicht mehr als ganz so schlimm empfand dort nicht teilnehmen zu können…
Es regnete in Strömen und bei Temperaturen um die 6 Grad, war es auch nicht sonderlich warm.

Die Veranstaltung an sich ist aber sicher eine Teilnahme wert. Es war alles sehr gut organisiert und die Strecke soll auch ziemlich außergewöhnlich sein.

Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, einen kleinen Abstecher zu machen. So hatte ich die Gelegenheit ein paar Freunde, die ich schon länger nicht getroffen hatte wiederzusehen.

Dann ging es weiter…

Ursprünglich wäre jetzt der Plan gewesen, mir einen Platz für die Nacht zu suchen und dann Morgen früh weiter nach Hause zu fahren. Aufgrund des sich nicht bessern wollendes Wetters entschloß ich kurzerhand doch noch die lange Heimfahrt anzutreten.
Am nächsten Tag sollte es im Gegensatz zu Oberhof in München sehr sonnig werden.

Tag 9 – Trailrun zum Demeljoch

Am nächsten Morgen, ich hatte doch relativ lang geschlafen, wurde ich von den ersten Sonnenstrahlen, die durch mein Dachfenster schienen geweckt.
Es sollte, so wie angekündigt, ein schön sonniger Tag werden und da ich noch den ganzen Tag den Mietwagen zur Verfügung hatte, entschloß ich, meinen letzten Urlaubstag zu nutzen um nochmal in die Berge zu fahren.

Nach einem guten Frühstück nahm ich meinen „Trailrunning Guide“ und suchte mir eine Route heraus.

Die Wahl fiel auf das Demeljoch. Die Strecke war nicht zu lang und der Start am Sylvensteinsee versprach eine tolle Aussicht.
12 Uhr war ich endlich am Parkplatz angekommen. So spät war ich selten am Berg…

Das Wetter war der Wahnsinn! Strahlender Sonnenschein und kaum eine Wolke am Himmel. Einfach traumhaft.

Die Strecke war megaschön. Kleine Trails schlängelten sich durch den Wald den Berg hinauf. Immer wieder gab es lichte Stellen, durch die man auf den Sylvenstein und das Bergpanorama schauen konnte.
Dann plötzlich, knapp über 1.000 Höhenmetern, traf ich auf das erste Schneefeld. Am Anfang war die Schneedecke noch relativ dünn und ich konnte noch gut laufen. Doch je höher ich kam, desto dicker wurde diese.

Ich kämpfte mich noch einige Kilometer durch den mittlerweile bis zu hüfthohen Schnee, bis es dann schließlich, knapp zwei Kilometer vom Gipfel entfernt, kein Weiterkommen mehr gab und ich die Tour abbrechen musste.
Mittlerweile war es nämlich schon halb vier und ein Weitergehen hätte dazu geführt, dass ich in die Dunkelheit gekommen wäre.

Also machte ich eine kurze Pause, genoss die Sonne und das winterliche Panorama und machte mich dann auf den Rückweg.


Nach gut einer Stunde war ich dann aus dem Tiefschnee raus und konnte endlich wieder laufen. Ab jetzt ging es schnell den rutschigen Trail hinunter. Eine schöne Belohnung für den anstrengenden Aufstieg.

Unten angekommen blieb ich noch eine Weile, machte mir eine Brotzeit am Sylvensteinsee und genoss das Panorama und die letzten Sonnenstrahlen.

Es hätte wohl keinen besseren Abschluss für meinen Urlaub geben können.
Ich freu mich jetzt schon auf das nächste Abenteuer.

Was habt ihr dieses Jahr im Urlaub gemacht? 
Was könnt ihr mir für meinen nächsten Roadtrip empfehlen?