Marathon Training 2021 – Woche 2 🏃🏻‍♂️📆

Woche 2

Etwas durchwachseN

Nachdem der lange Lauf am Sonntag so gut funktioniert hatte, dachte ich, dass ich diese Woche überhaupt keine Probleme bei meinem Training haben würde.

Der Lauf am Dienstag hat mich dann aber schnell wieder auf den Boden zurückgeholt. Der lief nämlich alles andere als gut, weshalb ich ihn auch etwas einkürzen musste.

Am Mittwoch dann das Highlight der Woche! Ich war das erste Mal seit langem wieder auf unserem Trainingsgelände und zum ersten Mal seit meiner Schulterverletzung im August 2020, habe ich alle Hindernisse ohne Probleme geschafft 🤩🤩🤩

Donnerstag dann der zweite Lauf der Woche. Obwohl der deutlich besser lief als der am Dienstag, habe ich auch den etwas verkürzt, weil auch der nicht so wirklich rund lief und ich meine alte Verletzung wieder etwas gespürt hatte.

Die restliche Woche, also die Osterfeiertage, war dann komplett Trainingspause. Da waren wir mit dem Camper in den Bergen, waren auch ein paar Mal wandern, aber haben sonst die meiste Zeit entspannt.🏔🧘🏻‍♂️😎

Den langen Lauf vom Sonntag habe ich dann einfach auf den Ostermontag verschoben 😁

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 4 – It’s Raceday 🤩

Am nächsten Morgen war es endlich soweit. Es war Raceday! Und trotz der Absage des offiziellen Events fühlte es sich an wie immer 😃

12. Dezember – Spartan Beast Tenerife (unofficial)

Da es heute keine Verpflegungsstationen geben würde, packte ich alles Nötige in meinen Trinkrucksack und dann konnte es auch schon langsam losgehen.

Bis zum Frühstück hatte ich noch etwas Zeit, deshalb gönnte ich meinen Beinen noch eine kleine Lockerungseinheit mit der Massagegun. Ein wirklich geniales Tool um Muskeln und Faszien zu bearbeiten 😃


Nach einem kurzen Frühstück ging es endlich los. Ich verabredete mich mit Tobi um 9:00 Uhr am Racegelände um pünktlich 9:20 Uhr zur offiziellen Startzeit loslaufen zu können.

Zu meiner Überraschung war trotz der Absage einiges los. Wir waren offensichtlich nicht die einzigen Starter Heute. 🤩

Einige Teams machten sich gerade fertig, während andere schon losliefen. Also fast wie beim richtigen Rennen, nur ohne das Ganze Drumherum.

Ich hatte noch etwas Zeit bis zum Start und unterhielt deshalb noch etwas mit den Veranstaltern vom Spartan Race.
Sie bedauerten die kurzfristige Absage sehr und freuten sich deshalb umso mehr, dass trotzdem so viele an den Start gekommen waren um Ihr eigenes Rennen zu laufen, um das Beste aus der Situation rauszuholen. Außerdem sagten sie uns auch, dass die komplette Strecke steht und wir natürlich alle Hindernisse benutzen dürfen. Natürlich nur auf eigene Gefahr 😃

Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen!

Jetzt ging es auch für uns an den Start! Die Stimmung war wirklich toll. Keine Spur von Frust oder Enttäuschung. Alle die hier waren, hatten mega gute Laune und freuten sich auf den Tag. Wir natürlich auch.

Der virtuelle Startschuss fiel, und pünktlich 9:20Uhr waren wir auf der Strecke. Das Wetter war wirklich perfekt. Es war nicht zu heiß und eine kühle Briese wehte vom Meer herüber.

Die Strecke war toll! Der erste Abschnitt führte uns die komplette Strandpromenade entlang und war schon mit etlichen Hindernissen gespickt.


Meine ersten Burpees durfte ich nach nur wenigen Minuten am Twister machen. Fast hätte ich ihn geschafft, aber auf dem letzten Meter ist mir dann doch die Kraft ausgegangen.

Die nächsten 30 folgten dann gleich ein paar Meter weiter an der Monkeybar. Die war mit den erhöhten Zwischenstreben echt schwerer als erwartet. Aber wenigstens den Beater habe ich gut geschafft.

Das letzte Hindernis auf diesem Abschnitt war der Barbwire Crawl, der uns direkt am Strand durch den schwarzen Sand führte. Eigentlich ganz cool, mal abgesehen von dem Sandhaufen in meinen Schuhen, der mich danach noch eine Weile begleitete.

Dann führte uns die Strecke über einen Kanal ins Landesinnere, wo wir dann nach einiger Zeit auf die ersten Carry Hindernisse trafen. Erst der Atlas Carry und dann der erste Carry ohne offizielles Gewicht. Hier hieß es jetzt kreativ werden, da weder Baumstämme, Eimer noch Ketten auf der Strecke waren.
Dafür lagen überall größere Steine, die sich als hervorragende Alternative herausstellten.
Es war echt schön zu sehen, dass auch alle anderen mit Felsbrocken auf der Schulter ihre Runde drehten.

Jetzt mussten wir nur noch über den Stairway to Sparta und den Bender bevor es wieder runter in den Kanal ging.

Nachdem wir uns wieder nach oben gekämpft hatten, kamen wir auf eine große weitläufige Fläche, auf der wir mal etwas Tempo machen konnten. Die Kulisse war echt mega. Besonders die riesige alte Brücke unter der wir durchliefen war beeindruckend.

Kurz danach erreichten wir das nächste Hindernis, den Olympus. Da er eins meiner Lieblingshindernisse ist, machten wir den gleich zweimal. Einmal mit und einmal ohne Ketten.

Auch ein immer wieder cooles Hindernis ist die Tyrolean Traverse die hier allerdings sehr viel höher hing als bei allen anderen Rennen bisher. Vorteil davon ist, dass man nicht am Boden schleift, allerdings darf man bei der Höhe auch nicht runterfallen.

Nach einer kurzen Laufpassage und einigen schönen Carry’s kamen wir an den Ape Hanger. Dieses Hindernis hatte ich bis jetzt noch in keinem Rennen geschafft.

Aber gerade weil es ein herausforderndes Hindernis ist, ist es auch sehr beliebt bei Läufern. Deshalb war es auch an diesem Tag sehr stark frequentiert. Ziemlich viele Athleten hatten sich hier versammelt und versuchten dieses Hindernis zu meistern.

Für mich war klar, dass ich es diesmal, gerade mit meiner Schulterverletzung, nicht schaffen konnte. Versuchen wollte ich es trotzdem.
Naja besonders weit bin ich nicht gekommen und so durfte ich wieder Burpees machen.

Das nächste Mal klappt es dann hoffentlich. Muss mal schauen, dass ich das trainieren kann!

Als Nächstes folgte eine längere Laufstrecke. Es ging wieder zurück in Richtung Meer. Mittlerweile merkte ich auch, dass ich schon eine Weile nicht mehr so lange Läufe gemacht hatte. Deshalb war ich auf dem wirklich gut und eigentlich auch schnell laufbaren Abschnitt doch relativ langsam unterwegs. Spaß machte es trotzdem!

Endlich am Meer angekommen, ging es dann auch gleich etwas besser. Die frische und kühle Luft sorgte für ordentlich Antrieb.

Dann kam eine etwas schwerer einsehbare Kreuzung, an der wir fast vorbeigerannt wären. Hier ging es nochmal ein Stück in die Gegenrichtung zum Sandbag Carry.
Zum Glück hatten wir die Abzweigung noch rechtzeitig gesehen, denn zu unserer Überraschung lag hier sogar ein Sandsack für die Athleten bereit. Eine gute Gelegenheit für ein paar schöne Fotos.

Das nächste Hindernis war der erste Spearthrow. Hier mussten wir wieder kreativ werden, da natürlich keine Speere herumlagen. Einer der Athleten kam auf die Idee stattdessen seinen Schuh zu werfen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Und so machten wir und auch alle Anderen aus dem Spearthrow kurzerhand einen Shoethrow. Ein echt lustiges Schauspiel.

Das hatte uns nochmal richtig motiviert und gab uns nochmal Energie für den Endspurt, denn jetzt ging es nur noch bergab in Richtung Zielgerade.

Wieder in Puerto de la Cruz angekommen ging es über eine hohe Wand wieder in Richtung Strandpromenade.
Am Ropeclimb trafen wir dann zufällig auch Lisa, die uns dann noch ein ganzes Stück begleitete und sogar noch ein paar Fotos und Videos von uns machte.

Jetzt war es zwar nicht mehr weit bis ins Ziel aber dafür gab es noch einige Hindernisse zu bewältigen.

Eins davon war die Slackline, die ich noch in keinem Rennen geschafft hatte. Hier gönnte ich mir dieses Mal drei Anläufe und siehe da, der dritte Anlauf klappte tatsächlich. Für mich ein absolutes Erfolgserlebnis! Hoffe ich schaffe es ab jetzt auch in einem richtigen Rennen.

Nur noch wenige Hindernisse trennten uns vom Ziel und die meisten waren auch sehr gut zu schaffen und so erreichten wir dann endlich den Zielbereich. Eine tolle Kulisse, auf einer Festung, direkt am Meer.

Die letzten drei Hindernisse vor dem Zieleinlauf lagen nun vor uns. Wobei das Vertical Cargo und die Slippery Wall ziemlich easy waren.

Das letzte Obstacle vor dem Ziel war allerdings das Multirig. Normalerweise eines meiner Lieblingshindernisse. Mit meiner kaputten Schulter kam ich dieses Mal leider nicht allzu weit und so durfte ich so kurz vorm Ziel nochmal 30 Burpees machen. Naja half ja nix.

Dann endlich war es soweit. Tobi und ich sprangen über das virtuelle Feuer und liefen ins Ziel. Ein toller Moment!

Wir waren echt ganz schön kaputt und froh zugleich. Fast wie bei einem richtigen Rennen…

Und ja, die Atmosphäre, die man sonst beim Zieleinlauf hat fehlte uns schon ein bisschen. Vor allem die Medaillenübergabe.
Ansonsten war nicht so viel Unterschied zu einem richtigen Rennen. Wir waren dreckig, verschwitzt und freuten uns auf die Dusche im Hotel.

Als Fazit kann man festhalten, dass es die beste Entscheidung war hierher zu fliegen und dieses megaschöne Rennen mitzulaufen.
Wir haben viele tolle Athleten getroffen, hatten eine Menge Spaß, klasse Hindernisse und eine superschöne Laufstrecke.
Alles in allem ein großartiger Tag, den wir auch nicht so schnell vergessen werden.

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 3 – Letzte Vorbereitungen

Nach der langen Tour gestern, war Heute erstmal entspannen angesagt.
So ging es nach dem Frühstück erstmal an den Strand.

8. Dezember

Die ersten HinderniSse

Das Wetter war wieder einmal perfekt. Ich genoss die die wärmenden Sonnenstrahlen und das beruhigende Geräusch der Wellen.
Manchmal ist es auch ganz schön, einfach mal nichts zu machen und einfach nur auf das Meer hinaus zu schauen.

Irgendwann Mittags dann bekam ich langsam etwas Hunger und gönnte mir direkt oberhalb vom Strand meine erste Paella 🥘 Die war wie erwartet sehr lecker und mit der Aussicht schmeckte sie noch mal so gut 😊

Nach dem Essen ging ich dann nochmal zum Spartan Gelände um zu schauen, ob jetzt endlich die ersten Lieferungen eingetroffen waren.
Und ja, das Gelände am Parkplatz war schon komplett abgesperrt und die ersten Paletten mit den Teilen für die Hindernisse waren zu sehen.

Zu meiner Überraschung waren sogar schon die ersten Wände im Startbereich aufgebaut. Um die Vorfreude zu steigern, musste ich die natürlich gleich ausprobieren.

Jetzt konnte das Wochenende langsam kommen 🤩🤩🤩

Am Abend ging es dann langsam zurück zum Hotel. Dort machte ich noch ein kurzes Workout am Pool bevor ich dann den Abend entspannt mit einer Folge der „Spartan Games“ ausklingen ließ.

9. Dezember

RACecourse check mit ToBi

Heute hatte ich mich früh mit Tobi, der gestern Abend auf Teneriffa eingetroffen war, zur Streckenbesichtigung verabredet.

11 Uhr ging’s los. Wir starteten am Spartan Gelände.

Der Course führte uns die Strandpromenade entlang. Dort war das Spartan Team schon fleißig am Aufbauen. Wir entdeckten immer mehr Hindernisse, die teilweise sogar schon aufgebaut waren.

Bis jetzt deckte sich die Strecke auch mit meiner Laufstrecke vom 6. Dezember. Ich war gespannt, ob sie auch an der epischen Kulisse bei den Bananenplantagen vorbeiführen würde.

Ein paar Kilometer weiter führte uns die Streckenmarkierung tatsächlich genau dort hin 🤩 Eine perfekte Kulisse für tolle Fotos. Bin gespannt, welches Hindernis hier auf uns wartet.

Wir folgten meiner Laufstrecke tatsächlich bis zum Ende. Dort war dann an einer Klippe mit tollem Blick auf das Meer, ein Schild auf dem „Durchgang Verboten“ stand, weshalb ich dort auch nicht weitergelaufen war.

Allerdings sahen wir, das genau auf diesem Weg eine weitere Streckenmarkierung war, also gingen wir weiter.
Der Weg war ziemlich cool. Ein schöner Trail am Rand der Klippen. Allerdings völlig ungefährlich, da der Weg nach unten von dichten Bäumen versperrt blieb.

Wir gingen noch eine ganze Zeit weiter, bis sich die Spur verlor und keine Streckenmarkierung mehr zu sehen war. Jetzt konnten wir nur noch raten, wo die Strecke weitergehen würde.

Auf FATMAP entdeckte ich dann noch eine schöne Strecke, die erst ans Meer und danach zu einem ziemlich hoch gelegenen Café führte, dass eine tolle Aussicht von oben versprach.

Nach kurzer Zeit erreichten wir dann auch schon den Strand. Über eine alte Treppe ging es an den Klippen vorbei nach unten. Da der Wasserstand anscheinend etwas höher als sonst war, war von dem Sandstrand nichts zu sehen. Stattdessen ein Meer von großen rundgewaschenen Steinen, was nicht weniger beeindruckend aussah. Ein echt schöner Spot.

Nach einer kurzen Pause ging es auch schon weiter. Nach oben.

Erst einen normalen Wanderweg der dann ziemlich schnell zu einem steilen und steinigen Trail wurde. Der erinnerte uns gleich ein bisschen an den Sandbag Carry in Oberndorf. Würde hier auch gut hinpassen 😁

Nachdem wir uns das steile Stück nach oben gekämpft hatten erreichten wir über eine Treppe eine Wohnsiedlung der anderen Art. Hier, hoch über dem Meer reihte sich eine riesige Villa neben die Nächste. Auch die Grundstücke waren riesig, mit großen Gärten, riesigen Palmen und meterlangen Zäunen. Wirklich beeindruckend.


Auch das Café war auf einem tollen Grundstück mit einem gigantischen Blick auf die Küste und das Meer. Nur leider hatte es, wahrscheinlich Coronabedingt, geschlossen. Naja mussten wir halt die Aussicht von draußen genießen…

Da es hier nicht weiterging machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Wieder im Ort angekommen, gönnte ich mir noch ein Eis am Strand, bevor es dann langsam wieder, vorbei an ein paar neuen Hindernissen, zurück in Richtung Hotel ging, wo ich den Abend ruhig ausklingen ließ.

10. Dezember

Restday am Lago MartiAnez

Nachdem wir gestern doch einige Kilometer unterwegs waren, gönnten wir uns Heute einen Restday in der riesigen Poollandschaft des Lago Martianez.

Die größte Naturschwimmbeckenanlage mit Meerwasser in ganz Europa war die letzten Tage nur spärlich besucht und am heutigen Vormittag waren wir tatsächlich die einzigen Gäste. So hatten wir für einen Eintrittspreis von gerade mal 5,50€ sieben verschieden Badelandschaften auf 33.000 Quadratmetern für uns alleine.

Ok ein paar der kleinen Pools waren an dem Tag nicht mit Wasser gefüllt aber der große künstliche See in der Mitte des Geländes zum Glück schon, denn da wollten wir hin. Ein wirklich beeindruckender Ort!

Bevor es ins Wasser ging, nutzte ich die tolle Kulisse für ein kleines Workout um mich aufzuwärmen. Das Wasser war doch sehr kalt und da noch dazu ein ziemlich kühler Wind wehte blieben wir auch nicht allzu lang drinnen.

Relaxen konnten wir aber auch ganz gut draußen auf einer der zahlreichen Sonnenliegen. So ließen wir einfach mal die Seele baumeln.

Am Nachmittag gingen wir dann in eines der zwei Restaurants auf dem Gelände, die trotz dem fast niemand hier war geöffnet hatten.

Überraschenderweise war das sogar ziemlich voll. Da machte nämlich gerade das Aufbauteam des Spartanrace Mittagspause.

Da waren wir ja in guter Gesellschaft 🤩

Was dann passierte war, sagen wir mal unerwartet…

Nachdem wir etwas zu trinken bestellt hatten, kam auch schon die Bedienung mit einer Vorspeise und kurze Zeit später mit dem Hauptgericht um die Ecke. Das wäre ja an sich nichts ungewöhnliches, wenn wir etwas bestellt hätten. Hatten wir aber nicht 😅

Mir fiel dann ziemlich schnell auf, dass wir das gleiche Essen bekamen, wie auch die Leute vom Spartanteam und so vermutete ich, dass sie wohl dachten, dass wir dazugehören mussten. Na gut ich hatte auch ein Spartan Shirt an…
Mein Verdacht wurde noch bestärkt, als dann eine Familie die dort auch essen wollte, weggeschickt wurde.
War wohl für Spartaner reserviert…

Naja egal. Das Essen war gut und so spielten wir das Spiel einfach mit.

Lustig wurde es dann erst, als wir bezahlen wollten. Da wir ja offensichtlich trotz Badehose mit zum Spartan Team gerechnet wurden, sollte ich lediglich meinen Cappuccino den ich am Schluss bestellte selbst bezahlen.
Das kam für uns natürlich nicht in Frage.

Also versuchten wir ihnen verständlich zu machen, dass wir eben nicht zum Aufbauteam gehörten und nur zufällig zur selben Zeit dort waren.
Schlußendlich haben sie uns dann, nach etwas Beratungszeit, einen durchaus fairen Menüpreis gemacht.

Da hat sich der Spruch „Kleider machen Leute“ mal wieder bewahrheitet 😁

Am späten Nachmittag ging es dann auch schon wieder langsam in Richtung Hotel. Natürlich nicht ohne vorher nochmal den Aufbaufortschritt der Hindernisse zu checken. Da fehlte mittlerweile nicht mehr viel 🤩

11. Dezember

Ein schicksalhaFter tag

Heute, einen Tag vor dem Rennen stand nochmal ein kurzes Workout mit Meerblick auf dem Plan. Mit so einer Aussicht macht es gleich noch mehr Spaß 🏝😃

Danach machte ich noch einen lockeren Lauf in die Stadt, wo ich mich mit Tobi verabredet hatte. Heute war nochmal relaxen am Strand und shoppen am Spartan Merch angesagt.

Der sollte ab 15 Uhr öffnen und so hatten wir auch noch gut Zeit um was leckeres Essen zu gehen. Wir fanden ein tolles Restaurant direkt am Strand mit wirklich sehr leckerem Essen. Eine absolute Empfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Dann ging es auch schon zum Shopping. Als wir ankamen war schon einiges los. Schon lang nicht mehr so viele Spartaner auf einmal gesehen. Es war fast wie immer 😁

Alle freuten sich schon auf das bevorstehende Rennen und machten Selfie’s vor der Wand mit der Teilnehmerliste. Eine tolle Stimmung 🤩

Doch es sollte alles anders kommen…

Am Abend ging es dann langsam zurück ins Hotel und noch während des Abendessens – es war kurz vor 20 Uhr – dann die ersten inoffiziellen Meldungen:

„Das Rennen wird abgesagt!“

Zuerst hatte ich es als Falschmeldung abgetan. Es kann ja niemand nur 12 Stunden vor Rennbeginn eine Absage bekanntgeben!
Leider kam dann nur 30 Minuten später auch die offizielle Meldung per Mail 🥺

Nach der Meldung war eigentlich schon klar, dass es kein Rennen geben wird. Ein kleiner Hoffnungsschimmer blieb trotzdem und deshalb wartete ich auch noch.
Dann, kurz nach 23 Uhr war es dann leider offiziell. Das morgige Rennen wurde endgültig abgesagt 😢

Was sollten wir jetzt tun? Wir hatten extra den ganzen Stress mit den Coronaauflagen auf uns genommen um hierher zu kommen und das Rennen zu laufen!
Und auch wenn es sich ehrlicherweise auch schon ohne das Rennen mehr als gelohnt hatte, die Strapazen auf sich zu nehmen, war ich nicht bereit dieses Wochenende ohne ein Rennen abzuschließen 💪🏻🏃🏻‍♂️😁

Also beschloss ich, noch in dieser Nacht, das morgige Rennen trotzdem zu laufen! Aber jetzt hieß es erstmal schlafen…

Im nächsten Kapitel gibt es dann den Rennbericht. Seid gespannt 🤩

OCR Munich Clubchampionships 2020 🏃🏻‍♂️🏅

Ich kann euch nicht sagen, wie froh ich war, als es am Samstag tatsächlich hieß:

„It’s Raceday!“ 🤩🤩🤩


Nach den ganzen vorhergehenden Absagen anderer Veranstaltungen, war es die ganze Zeit ein Hoffen und Bangen. Die letzen Tage davor hofften wir nur, dass nicht doch noch irgendein Verbot erlassen würde.

Aber zum Glück haben wir und unser Verein doch noch das „GO“ bekommen und konnten unsere Vereinsmeisterschaft austragen 😃

Mein Start war am Samstag erst um 12:24 Uhr. Und als mich die Caro am Vortag anrief und fragte ob ich vorher noch Marshall machen wollte, sagte ich natürlich sofort zu.

So hatte ich die Möglichkeit den Tag von der ersten Minute an auszukosten 😃

Samstag früh um 7:00Uhr ging es dann endlich los. Das Racegelände, oder auch das Grundstück der Mittels, ist nur 20 Kilometer von mir entfernt und war so gut mit dem Fahrrad zu erreichen.

Als ich ankam, waren schon einige Helfer am werkeln.
Ich schaute mich gleich erstmal auf dem riesengroßen Gelände um und bestaunte die Hindernisse, die überall aufgebaut waren.
Besonders beeindruckend war darunter das Hindernis, dass die Survivalrunner aus Augsburg mitgebracht hatten.
Aber seht selbst:

Um 9:30Uhr ging es dann endlich los! Der Startschuss fiel und im Abstand von wenigen Minuten liefen die ersten Läufer auf die Strecke…

Währenddessen standen Aylin und ich schon bereit die ersten Athleten an unserem Hindernis zu empfangen.
Wir hatten ein vermeintlich einfaches Hindernis bekommen, was sich später aber doch als ziemlich kniffelig herausstellte und einige ein Band kostete.

Dabei musste man eigentlich nur einen Reifen über einen kleinen Pfahl werfen.
Die Schwierigkeit bestand dann darin, dass der Reifen immer wieder drüber sprang obwohl er liegenbleiben musste. Zudem hatte man nur drei Versuche.

Von den Bändern hatte jeder Läufer 4 Stück bekommen und für jedes nicht geschaffte Hindernis, wurde ihm eins abgenommen und er bekam obendrein noch eine fünf minütige Zeitstrafe.

Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß, genossen die Stimmung und das tolle Wetter 😎☀️

Gegen 12:00Uhr war es dann auch für mich fast soweit. Ich machte mich langsam fertig und bereitete mich auf meinen Lauf vor.

12:24 mein persönlicher Startschuss 🏃🏻💨

Endlich war ich auf der Strecke! Der erste Teil lief ziemlich gut. Es ging erstmal einige Kilometer über schöne flache Trails durch den Wald, an Feldern vorbei und ab und an auch mal durch kühle Bäche. Das hat mir auch gut geholfen mit der extremen Hitze klar zu kommen. Sogar ein kleiner Hügel mit einem schönen knackigen Downhill war dabei 😃

Nach einigen Kilometern ging es dann auf den Hindernisparcour.

Der hatte es wirklich in sich!🔥🔥🔥
Es war wirklich alles dabei! Monkeybars, Carry’s, Walls mit und ohne Wasser, Spearthrow, Highrig, Lowrig, Slackline und am Ende das Multirig der Survivalrunners. Also alles was das Herz eines OCRˋlers höher schlagen lässt 😍😍😍

Mein erstes Band verlor ich dann tatsächlich an dem Hindernis, an dem wir zuvor den halben Tag verbracht hatten. Das hätte ich nicht erwartet 🤷🏻‍♂️
Das zweite dann, wie immer an der Slackline. Die hatte ich im Training aber auch mehr als vernachlässigt…
Umso mehr freute ich mich dann über den Speer, den ich wieder einmal erfolgreich ins Ziel befördern konnte 🎯😃

Zu dem Zeitpunkt war ich dann auch schon ziemlich k.o. Die Hitze machte mir immer mehr zu schaffen und raubte mir zusehends die Kräfte 🥵
Richtig hart war es dann am Lowrig, dass ich gerade so beim dritten Versuch geschafft habe. Und dann stand ich noch vor dem letzten großen Hindernis. Dem zweiteiligen Multirig!

Der erste Teil, ein paar Meter langes Seil, ging gerade noch, bevor meine Unterarme zumachten. Dann ging es an den zweiten Teil, der wieder sehr Armlastig war. Da ging erstmal gar nichts mehr!
Alle Blicke waren auf mich gerichtet, und ich kam einfach nicht weiter.

Zum Glück hatte ich auch hier drei Versuche und auch keine Lust aufzugeben. Nach zwei vergeblichen Versuchen, machte ich erstmal eine kurze Pause. Dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit und brennenden Unterarmen, gelang es mir dann doch noch das Hindernis zu überwinden und mir ein Band zurückzuholen 🔥🔥🔥

Jetzt musste ich nur noch schnell über die Ziellinie und mir meine Medaille abholen 😃🏃🏻‍♂️🏅

Man war das hart am Schluss! Aber auch megaschön 🥵😍

Als dann alle im Ziel waren, wurden die Top 10 der Männer und Frauen auf die zweite Runde vorbereitet. Die durften dann nochmal Final gegeneinander antreten 🏃🏼‍♀️🏃🏻‍♂️

Aylin und ich machten wieder Marshal am gewohnten Hindernis. Da gab es jetzt nur noch einen Versuch und somit gab es hier eine regelrechte Burpeeschlacht! Und das bei gefühlten 40 Grad 🥵🥵🥵

Zum Glück waren wir nur noch Marshals. Das wäre noch um einiges härter als die erste Runde geworden, obwohl die jetzt ein paar Kilometer kürzer war…

Es war ein regelrechtes Kopf an Kopf Rennen der Athleten. Und alle haben bis zum Schluss hart gekämpft.

Dann standen unsere beiden Vereinsmeister 2020 fest:
Lucas Kempe🥇 & Anette Zeidler 🥇

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung 🥳🥳🥳

Später gabs dann noch leckeres Essen, ein paar kühle Bier und vor allem ein geselliges Beisammensein mit Mitgliedern und Freunden bis in den späten Abend hinein… 🍖🥗🍻🥳

Für mich war es die erste Vereinsmeisterschaft und ich war maximal beeindruckt! 😮😍

Was unser Verein da auf die Beine gestellt hat, kann sich leicht mit großen Veranstaltern messen lassen:
– Eine tolle Laufstrecke ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
– Mega Hindernisse ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
– Tolle Organisation ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
– Helfer & Volunteers ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
– Bestes Wetter ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
– Wunderschöne Medaillen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
– Tolle Fotos ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Alles in Allem ein wirklich episches und unvergessliches Event 🤩

Es war mir ein Fest mit euch allen laufen und feiern zu dürfen! Hab mich mega gefreut euch alle wiederzusehen 😍🏃🏻‍♂️🍻🔥😃

Hier noch das offizielle Video vom Event auf YouTube:


Veranstalter & bester Verein @ocr_munich 
Coolstes Hindernis @survivalrunningaugsburg 
Sponsor @munchen.flughafen #flughafenmünchen 

📸Fotos  @about_pawel 
🏅Medalliendesign @der_maxm
🔥 Racegelände @moni_1841 & @thomas1841 

Fixie Tour – Große Seentour mit Alpenpanorama 3 💦🚵🏻‍♂️⛈😱

Tag 4 – Samstag 

Heute stand ein ziemlich cooles und anstrengendes Programm auf dem Plan.

Nach dem Frühstück beim örtlichen Bäcker ging es an den See.

Kurz nach Acht war ich da und traf die letzten Vorbereitungen für das heutige Event.

Es war nämlich Raceday 😍 – Spartan Virtual Beast – Kranjska Gora 🇸🇮

Den Plan dafür hatte ich mir schon vor der Reise ausgedruckt.und musste mir jetzt nur noch ein paar große Steine als Gewichte für die Übungen suchen.

Nach 1:49:10h war ich dann auch endlich fertig. Ein mega cooles Event an einem noch cooleren Ort mit bester Aussicht.

Die Abkühlung gabs danach direkt im See.

Ein toller Start in den Tag!

Zur Belohnung gönnte ich mir ein schönes Stück Erdbeerkuchen und den wunderbaren Blick auf den ruhigen See.

In dem Moment habe ich wieder mal gemerkt, wie wenig es braucht um glücklich zu sein. 

Es reicht tatsächlich der Blick auf den See und die Berge und vielleicht noch etwas leckeres zum Essen 😊

Eine Weile blieb ich noch und genoss die Ruhe, bis ich mich endlich wieder auf den Weg machte.

Das nächste und letzte Ziel für heute sollte eigentlich der Staffelsee sein, aber manchmal muß man auch mal Pläne ändern…

Aber nun zurück!

Das Wetter war super mal abgesehen von ein paar Wolken, die sich an den Bergen gesammelt hatten. Also ging es weiter nach Murnau.

Dort angekommen wollte ich erst einmal was leckeres Essen. Ich schlenderte also durch die wirklich sehr schöne Innenstadt, vorbei an einigen kleinen Restaurants, die draußen Tische und Stühle in die Sonne gestellt hatten.

Es waren mehrere verlockend aussehende Gerichte auf den Tellern der Menschen, die dort das Wetter und das Essen genossen.

Ich entschied mich dann am Ende für ein italienisches Restaurant mit Gelateria.

Zum Essen gab es dort eine sehr leckere Pizza und dazu ein Murnauer „Karg Weißbier“ und zum Nachtisch noch einen Großen Erdbeerbecher.

Während ich dann anfing mein Eis zu essen, wurde es immer ungemütlicher. Es zog ein ziemlich heftiger Wind auf und in der Ferne hörte man schon den ersten Donner.

Nur wenige Minuten später – ich hatte mein Eis gerade bis zur Hälfte gegessen – war dann „Land unter“ angesagt.

Ein heftiger Platzregen spülte die Gäste förmlich von den Tischen und der Wind der mittlerweile zu einem Sturm angewachsen war, wehte die Sonnenschirme fast davon.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als nach drinnen auszuweichen.

War jetzt etwa die Tour zu Ende?

Natürlich hätte ich in Murnau auch den Zug nehmen können, aber der Zuspruch von ein paar Freunden und nicht zuletzt mein Wille die Tour durchzuziehen, haben mich dann doch weitermachen lassen.

Ich beschloss also, statt am Staffelsee zu übernachten, noch bis zum Ammersee weiterzufahren um dann dort die nächste Entscheidung zu treffen.

Der Platzregen hatte zum Glück aufgehört und ist in einen normalen Regen übergegangen.

Also zog ich mir Regensachen über und machte mich auf den Weg.

Vor mir lagen gute 40 Kilometer und einige Liter Wasser von oben.

Der Regen wurde leider nicht weniger und ich merkte wie mich langsam meine Regensachen im Stich ließen, bis ich schließlich bis auf die Haut nass war.

Trotzdem nahm ich mir erstmal vor noch bis zum Ammersee weiterzumachen.

Nach über zwei Stunden kam ich dann endlich an und sah erst einmal nach, wie  meine Sachen den Regen überstanden hatten.

Das Ergebnis war ziemlich ernüchternd. Ich hatte nichts Trockenes mehr zum Anziehen und meine Elektronik war auch schon einmal trockener. 

Da es schon relativ spät war und ich keine Chance sah, die Sachen zu trockenen entschloß ich mich, das einzig vernünftige zu tun und meine Tour hier als beendet zu erklären.

Also fuhr ich noch die letzten 6 Kilometer am See entlang nach Herrsching, von wo aus es dann trocken mit der S-Bahn nach Hause ging.

Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob ich es bereut hatte nicht gleich in Murnau in den Zug gestiegen zu sein?

Dazu muss ich ganz klar nein sagen!

Die Strecke nach Herrsching war wirklich superschön, wenn auch etwas verregnet. Eine schöne Herausforderung.

Für das nächste Mal brauche ich auf jeden Fall neues wasserdichtes Equipment!

Fazit

Es hat auf jeden Fall riesen Spaß gemacht. Und ich würde es immer wieder machen.

Ich glaube es gibt keinen besseren Weg, als solche Erlebnisse, um wirklich abzuschalten und zu sich selbst zu finden.

Probiert es auf jeden Fall einmal aus!

Würde mich freuen auch eure Geschichte zu lesen…

Motivation in Zeiten von Corona – Part 2

Wie schon im ersten Teil angekündigt, geht es jetzt weiter nach Italien. Genauer gesagt nach Orte.

Wieder einmal eine Reise, die wir leider stornieren mussten.

Wir hatten schon alles geplant.
Für die ersten paar Tage hatten wir ein superschönes AiRBnB in der Nähe des Renngeländes gebucht. Da hätte man es sicher ganz gut aushalten können…

Am Samstag wäre ich dann den Spartan Beast gelaufen und am Sonntag sollte es dann weiter nach Rom gehen, wo wir dann eine schöne Sightseeingtour gemacht hätten…

Spartan Virtual Race – Orte

Am Samstag den 25.04.2020 war es dann soweit.

Fast wie geplant stand das Spartan Beast auf dem Plan, nur eben virtuell.
Das Wetter war auf jeden Fall klasse und hätte in Orte selbst auch nicht besser sein können.

Dieses Mal sind wir auf eine Wiese mit Blick auf einen kleinen See im Ostpark gegangen. Um die Tageszeit waren auch noch nicht viele Menschen unterwegs. Also alles in allem eine echt schöne Kulisse für das heutige Workout.

Das Rennen an sich war, wie die anderen europäischen Virtual Races, sehr abwechslungsreich und ziemlich anstrengend. Es gab wieder etliche Knie-Ups, Lunges, Jumping Jacks, Burpees und andere Übungen zu absolvieren.

Das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir den Virtual Super gleich noch hinten ran gehängt haben.

Somit hatte ich dann meine erste Virtual Trifecta geschafft!

Nicht ganz das Gleiche, wie bei einer echten aber trotzdem irgendwie ganz cool.


Motivation in Zeiten von Corona – Part 1

Seit dem Spartan Race Kaprun war es auf meinem Blog ziemlich ruhig. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, er ist komplett eingeschlafen.

Die Wahrheit ist, dass seit den Coronabeschränkungen und den damit einhergehenden Absagen der ganzen geplanten Rennen, meine Motivation, was Training und allgemein Laufen betrifft, doch ziemlich eingebrochen ist.

Natürlich könnte ich es auch positiv betrachten – was ich auch meist mache – und es als schönes Regenerationsjahr sehen. Aber es fällt mir doch schwer das so zu sehen.

Es ist ja nicht nur so, dass mir die Rennen fehlen. Vor allem die Reisen, die tolle Gemeinschaft und die ganzen gemeinsamen Erlebnisse sind ja das, was das Leben ausmacht.

Einen Vorteil hat die Situation allerdings tatsächlich.

Seit Ende letzten Jahres hatte ich ja Probleme mit meinem rechten Knie, wegen der zu starken Belastung über das ganze Jahr.

Zumindest da bin ich jetzt auf dem Weg der Besserung 😃

Motivation 

So nun zu der Frage, wie motiviert man sich, wenn es keine Rennen gibt?

Zu Beginn habe auch ich erstmal nur die verschiedenen Homeworkouts gemacht, die ich immer mal auf YouTube oder anderen Kanälen gesehen habe.

Hier zwei Workouts die es echt in sich haben 🔥🔥🔥


Irgendwann habe ich dann das erste mal von den Spartan Virtual Races gelesen, was ich sofort ziemlich interessant fand.

Das Konzept dahinter ist, dass man an dem Tag an dem das offizielle Rennen hätte stattfinden sollen, das virtuelle Rennen für sich macht.

Dabei gab es im ersten Schritt, nämlich bei den amerikanischen Rennen, genau die Distanzen, die das echte Rennen gehabt hätte und für die Anzahl der Hindernisse entsprechende Bodyweight Übungen.

Am 4. April war es dann soweit mein
erster Virtueller Spartan Sprint.

Um die Belastung für mein Knie gering zu halten habe ich immer wieder Gehpausen eingelegt. 

Hat echt Spaß gemacht und vor allem Lust auf mehr 😃

Eine Woche später ging es weiter. 

2. Virtual Spartan Sprint

Dieses Mal hatte ich eine längere Radtour über  Ostern geplant und baute das Rennen einfach in den ersten Teilabschnitt mit ein. 

Es war nämlich auch möglich, statt zu Laufen die vierfache Strecke mit dem Rad zurückzulegen. Alle paar Kilometer hielt ich dann einfach an und machte die Übungen.

Auch eine schöne Kombination die sehr viel Spaß gemacht hat.

Am darauffolgenden Wochenende wäre dann das Spartan Race in München gewesen, und das war selbst virtuell ein absolutes Highlight!

Spartan Virtual Sprint München

Das war nicht wie die amerikanischen Rennen aufgebaut. Da es auch für Starter gedacht war, die eine komplette Ausgangssperre hatten, wie beispielsweise Italiener oder Spanier musste das ganze zu Hause, auch ohne Laufen funktionieren.

Also gab es in dem Rennen auch Alternativen für die Laufpassagen und nicht nur für die Hindernisse.

So durfte man etliche Male 100 Hampelmänner für die flachen Laufpassagen und einige Knee-Ups für die bergigen Passagen absolvieren.

Doch damit nicht genug! 

Zu dem Rennen gab es eine Karte mit der Originalstrecke, den Hindernissen und eine Liste der Alternativen dazu.

Außerdem noch eine Liste, welches Equipment man benötigt und zu guter Letzt noch ein Übungsvideo.

Am Renntag wurden dann sogar die Elite und Pro Athleten in einem Livestream auf Facebook gezeigt.  

Mehr Motivation geht nun wirklich nicht 👍🏻

Ganz großen Dank an die „Veranstalter“ von Spartan Germany-Austria und Spartanrace Europe 😃

Ich selbst habe das VR zusammen mit Verena auf einer großen Wiese gemacht – und es war verdammt hart aber auch ziemlich cool. 

Ich würde fast behaupten, dass es schwerer als das echte Rennen war…

Es sollte auch der härteste Virtual Sprint seiner Art bleiben 😅

Am nächsten Tag ging die Reise dann direkt von München nach Hongkong – Zumindest virtuell – zum nächsten Virtual Spartan Race.

Spartan Virtual Super Hongkong

Dieses Mal mein erster virtueller Super, der auch wie die ersten Rennen nach dem amerikanischen Prinzip funktionierte.
Also die Distanz zurücklegen und die entsprechenden Übungen absolvieren.

Den „Lauf“ bin ich wieder Mal ganz gemütlich angegangen. War vielleicht doch eher eine Wanderung mit eingebauten Bodyweight Übungen.
Aber 10km Laufen, konnte ich meinem Knie zu diesem Zeitpunkt noch nicht zutrauen.

Das Wetter war auf jeden Fall wieder mega schön und auch die Strecke durch den Wald habe ich sehr genießen können.

Also ein richtig schöner Start in den Sonntag 😎☀️☀️☀️


So hier ist erstmal Schluß. Im zweiten Teil geht’s ins sonnige Italien ☀️☀️☀️

Winterspartan Kaprun – Course Marshall ❄️🏃🏻‍♂️😃

Der Samstag Abend 

Nach dem Super ging’s zurück in unser schönes AirBnB am See 🏝 

Dort angekommen sind Tobi und Steffi erstmal Eisbaden gegangen. Ich wollte ursprünglich auch, hab mich dann aber kurzfristig dagegen entschieden 😅❄️❄️❄️

Ich hab mich dann lieber um den Grill gekümmert 🔥🔥🔥 und das Panorama genossen. 😁

Am nächsten Morgen 

Wir mussten schon ziemlich zeitig los. Es war stockdunkel und auch deutlich kälter als am Vortag.❄️🥶

Steffi und ich waren als Marshalls eingeteilt, Verena und Tobi durften nochmal an den Start beim Spartan Sprint. 🏃🏻‍♂️🏃🏻‍♀️🔥

Wir freuten uns auf jeden Fall alle vier auf den Tag 😃

Es war ziemlich cool, dass diesmal fast alle Marshalls vom OCR Munich waren. Sigi und Uwe übernahmen wieder die Koordination und Einteilung.

Ich war mit Max am Rope Climb, ein ziemlich cooler Platz mit bester Aussicht ins Tal und auf die schneebedeckten Berge 🏔 😎

Auch die Arbeit am Hindernis hat mega Spaß gemacht! 

Wir hatten den Vorteil mit dem Rope Climb ein Multitry Hindernis zu zu haben, wo die Athleten die Möglichkeit hatten dieses mehrmals zu probieren.

Also haben wir alle die es nicht gleich geschafft hatten dazu motiviert es wenigstens ein zweites Mal zu probieren um keine Burpees machen zu müssen 😉

Vielen konnten wir auch helfen, indem wir ihnen die beste Technik und vor allem die Fußklemme am Seil erklärten. 

So hatten wir auch einige Athleten, die nach unserer Anleitung das erste Mal erfolgreich das Seil gemeistert hatten. 💪🏻🔥😃

Ein toller Moment für die Teilnehmer aber vor allem auch für mich!

Es ist echt schön in so viele glückliche Gesichter zu schauen. Da macht die Arbeit gleich doppelt Spaß 😃

Am Ende unserer Schicht haben Max und ich noch einen kurzen Marshall-Sprint bis ins Ziel gemacht. 🏃🏻‍♂️❄️😃

War ziemlich lustig und anstrengend mit den dicken Sachen und meinem Rucksack die letzten Hindernisse nach dem Rope Climb zu meistern.💪🏻

Vor allem die vereiste Monkeybar war eine besondere Herausforderung und erforderte ziemlich viel Griffkraft.

Am Schluss bin ich dann Burpeefrei ins Ziel gelaufen 😃🔥💪🏻

Am Nachmittag gabs dann noch ein großes Highlight.
Da sind wir zur Siegerehrung auf die Burg Kaprun gefahren.

Dort standen wieder einmal so viele Vereinsmitglieder und Freunde auf dem Podium.

Besonders gefreut habe ich mich natürlich über die Silbermedaille, die sich Verena wieder einmal sichern konnte. 😍

Herzlichen Glückwunsch euch allen 🤩🤩🤩

Somit wieder ein tolles Wochenende und ein großartiger Auftakt in die Racesaison 2020. 

Ich freu mich schon auf den Spartan Sprint in München! 🏃🏻‍♂️🔥😃

Wo geht’s bei euch das nächste Mal hin?

Habt ihr auch schon mal als Volunteer oder Marshall beim Race gearbeitet und wie habt ihr das erlebt?

Winterspartan Kaprun 2020❄️🏃🏻‍♂️🏔🏅

Was für ein toller Start in die Rennsaison 2020 😃

Wie schon im letzten Jahr, starteten wir auch in diesem Jahr wieder mit dem ersten Spartanrace 2020 — dem Spartanrace in Kaprun ❄️❄️❄️

Dieses Jahr stand für mich am Samstag der Super und am Sonntag marshalln auf dem Plan und auch wenn ich nicht so laufen konnte, wie ich gern gewollt hätte, war es doch ein tolles Rennen 👌🏻😎

Ursprünglich hatte ich mir ja schon vorgenommen, hier richtig Gas zu geben aber da ich immer noch ein angeschlagenes Knie habe, hatte ich mir eine schöne Wanderung mit Hindernissen verschrieben. 

Also statt OCR, OCH (Obstacle Course Hike) 😅

Zum Glück war ich nicht der einzige „Invalide“ auf der Strecke!

Mit Denny und Hartley habe ich noch zwei OCH’ler gefunden, die an dem Tag auch die Geschwindigkeit etwas drosseln mussten.

So machte es dann natürlich noch mehr Spaß als alleine😃

Nun aber mal zum Race…

Die Strecke war aufgrund der Witterung ziemlich anspruchsvoll. Dieses Mal hatten wir nämlich deutlich weniger haltgebenden Schnee als im letzten Jahr was den Lauf zu einer ganz schönen Rutschpartie werden ließ.

Wir mussten ganz schön aufpassen, wo wir hintreten, um nicht bei der nächsten Gelegenheit auf dem Po zu landen ❄️❄️❄️

Ansonsten war die Route dieses Mal etwas anders aber mindestens genauso schön.

Es ging über schneebedeckte Hügel, durch Waldstücke, über gefrorene Bachläufe und vorbei an vereisten Wasserfällen.

Von Oben hatten wir eine tolle Aussicht ins Tal und auf die umliegenden hohen Gipfel. Einfach nur traumhaft 😍

Die Hindernisse auf der Super-Strecke waren sehr gut verteilt und diesmal hatten wir neben dem Twister auch noch den Beater auf der Strecke. Den hatte ich bis jetzt nur einmal in Berlin erfolglos getestet aber dank Sven ging er diesmal mit der richtigen Technik ziemlich einfach 😊

Dafür habe ich mich leider beim Twister etwas vergriffen und durfte da meine ersten Burpees machen 😅

Kurze Zeit später stand ich vor meiner nächsten Herausforderung — der Slackline.

Die hatte ich die letzten Wochen öfter geübt, weshalb ich mich auch zum ersten Mal darauf freute. 

Und auch wenn ich da mein zweites Mal Burpees machen durfte, war es für mich ein kleiner Erfolg, da ich mich deutlich sicherer fühlte und auch ein gutes Stück weiter gekommen war als beim letzten Mal.

Bis zum Spartan Sprint in München will ich die dann aber schaffen 🍀 💪🏻

Die anderen Hindernisse gingen dann wieder fehlerfrei und dank der tollen Verpflegung mit Bananen, Waffeln und Tee kamen wir satt und zufrieden ins Ziel 😅😋

Alles in allem ein sehr schöner, entspannter Start in die Rennsaison 2020 🔥🏃🏻‍♂️

Ich freue mich schon auf die nächsten Rennen! Dann hoffentlich wieder mit ganzem Knie 😃

Seid ihr auch schon in die Saison gestartet? Wo war euer erster Lauf? 

Hawaii 🌺 – Spartan Race Ultra 2019 ⛰🏃🏻‍♂️☀️

Ein Tag bis zum Race 🏃🏻‍♂️😎

Nach fast einer Woche auf Hawaii war es jetzt fast soweit, nur noch ein Tag bis zu unserem großen Rennen 😍

Heute, am Freitag hatten wir uns für das „Open House“ angemeldet ohne wirklich zu wissen was uns da erwarten würde, da das Gelände bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht betreten werden durfte.

Voller Vorfreude ging es dann endlich auf das Spartangelände der Koaloa Ranch wo uns eine einmalige Kulisse erwartete 🤩

Hier, wo normalerweise Hollywoodblockbuster gedreht werden, war jetzt unser Spielfeld.

Dort angekommen, holten wir uns erstmal unsere Startunterlagen. 

Anders als sonst war das schon ziemlich aufregend, denn man bekommt nicht nur das Band und den Chip so wie sonst, sondern auch noch das „ULTRA Hemd“ dazu. 

Schon ein tolles Gefühl das in der Hand zu halten 😎

Aber was hatte es eigentlich mit dem „Open House“ auf sich?

Ganz einfach! Wir bekamen ein extra Band für den Tag und konnten damit schon einmal die Hindernisse im Zielbereich testen, was schon ziemlich cool ist 👌🏻

Also machten wir eine kleine Testrunde über das Multirig, den Olympus, das Cargonetz und schlussendlich den Herkules Hoist. 

Vor allem die Möglichkeit, das Multirig zu testen hat uns ziemlich viel gebracht, da das ja immer wieder anders aufgebaut und somit auch unterschiedlich schwer zu bewältigen ist.

Nachdem wir dort ein bisschen rumgehangelt sind, haben wir uns noch das schöne Gelände angeschaut und einige Fotos gemacht.

Am Abend ging es dann wieder in Richtung Norden, wo wir uns dieses Mal ein sehr schönes AirBnB genommen hatten um uns vor dem Rennen bestmöglich erholen zu können.

Den Abend haben wir mit einem schönen Abendessen – natürlich viel Pasta – ruhig ausklingen lassen und sind dann auch ziemlich zeitnah schlafen gegangen.


It’s Raceday 🏃🏻‍♂️☀️😎

Nach einer wirklich erholsamen Nacht in diesem tollen Airbnb war es dann endlich soweit!

Den Wecker hatten wir auf 4:00 Uhr gestellt. 

Und auch wenn es megafrüh war, hat mich die Aufregung sehr schnell aus dem Bett geholt. Jetzt hieß es nur noch Sachen packen und eine Kleinigkeit frühstücken.

So richtig viel Hunger hatte ich nicht, also aß ich während der Fahrt zum Race nur ein paar Riegel zu meinem Kaffee. 🚙☕️

Im Stockdunkeln sind wir dann eine halbe Stunde später an der Kualoa Ranch angekommen und wurden auch gleich auf einen Parkplatz geschickt, der noch ein Stück vom Racegelände entfernt war. 🌙

Wir hatten noch eine knappe Stunde Zeit und überlegten deshalb ob es sich lohnt auf den Shuttlebus zu warten oder gleich zu Fuß zu gehen. Also fragten wir einen Volunteer ob man da hinlaufen könne und wie weit das wäre.

Der sagte uns, das es nicht besonders weit weg ist und man da gut hinlaufen kann… 🤔

…naja am Ende haben wir für die 2,5 km durch die Dunkelheit fast eine halbe Stunde gebraucht. Also vielleicht doch nicht die beste Idee 😅

Um 6:00Uhr sind wir dann endlich angekommen. Noch eine halbe Stunde bis zum Start und gerade noch genug Zeit um unsere Sachen abzugeben, unsere Ausrüstung zu kontrollieren und uns warm zu machen.

6:45Uhr, also ein paar Minuten später als geplant fiel dann endlich der Startschuss zu unserem ersten ULTRA! 🏃🏻‍♂️🏃🏼‍♂️💨

Die Stimmung war gigantisch! Ein großes Feld aus Ultraläufern bewegte sich schnell den ersten Anstieg hinauf. Die ersten Sonnenstrahlen hüllten das Gelände in ein tolles orangefarbenes Licht und ließen die lilafarbenen Ultrashirts, die wir alle trugen noch einmal mehr strahlen.

In den letzten Rennen hatte ich die Läufer mit den lila Shirts immer schon bewundert!

Und jetzt war ich tatsächlich einer von ihnen und konnte mich der Herausforderung stellen – ein wirklich tolles Gefühl.

Zurück zum Rennen…

Am Anfang war es noch relativ normal. Die Temperatur war noch nicht ganz so hoch und wir mussten nur ein paar Wände, bis zur 7‘ Super Wall, und die Hurdles bezwingen. 

Dann gab es schon die erste willkommene Abkühlung durch einen Bach – mittlerweile war es schon ziemlich warm geworden… 💦

…und gleich danach die Monkey Bars.🐒

Die waren hier doch schwerer als erwartet. 

Nicht nur dass die Stangen ziemlich nass waren, da man direkt vom Bach zu dem Hindernis kam, sondern auch der sehr viel weitere Abstand als in den letzten Rennen hat mich doch sehr überrascht.

Die kleineren Läufer mussten schon fast Flying Monkeys machen um die letzen Stangen zu erreichen.

Geklappt hat es trotzdem 😁

Danach kamen erstmal eher unkritische Hindernisse unter anderem einige Carry’s und der Barbed Wire Crawl, bis es dann nach dem Stairway to Sparta zum Twister ging. 

Die Hände waren durch die ganzen Tragehindernisse schon ein wenig vorbelastet, weshalb ich schon Respekt vor diesem Hindernis hatte.

Glücklicherweise war er hier nur zweiteilig, und nicht wie sonst dreiteilig, und somit doch ganz gut zu schaffen 😀

Langsam wurde es immer wärmer und das Atmen beim Laufen fiel mir schon etwas schwerer und nachdem wir den Farmers Carry geschafft hatten, erreichten wir die letzte Trinkstation, bevor es in den Urwald ging.

Jetzt begann für mich die wohl schwerste Strecke des Rennens.🌴🔥

Bei uns wäre es ja eher angenehm beim Laufen durch einen Wald zu kommen – hier war es genau das Gegenteil!

Die Hitze und die extreme Luftfeuchtigkeit ließen meine Leistungsfähigkeit minütlich sinken. Das Atmen fiel mir extrem schwer und ich schaffte es nicht mehr meine Körpertemperatur nach unten zu regulieren. 

Es fühlte sich fast schon wie leichtes Fieber an. 🥵

Noch dazu ging es die ganze Zeit  ziemlich steil über schlammigen Boden nach oben.
Wir hatten nur eine Chance, wir mussten uns von Baumstamm zu Baumstamm nach oben hangeln. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit…

Unter diesen Bedingungen das wohl härteste, was ich bis zu dem Moment gemacht hatte. Und das war erst die erste Runde!

Zu dem Zeitpunkt kamen mir auch das erste Mal Zweifel und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich den Ultra finishen würde.

Glücklicherweise ging es dann doch irgendwann wieder bergab, was zwar nicht wirklich anspruchsloser aber dafür um einiges weniger anstrengend war.

Und als wir endlich den Urwald verlassen hatten freute ich mich schon fast über den Barbed Wire Crawl an der frischen Luft.

Die nächsten Kilometer und Hindernisse gingen dann wieder etwas besser, auch wenn mir die Hitze immer noch sehr zu schaffen machte und ich verhältnismäßig langsam voran kam.

Aber nicht nur die Hitze sondern auch die beeindruckend schöne Landschaft raubte mir des öfteren den Atem, was mir mental sehr geholfen hat das zwischenzeitliche Tief zu überwinden.

Kurz vor den Z-Walls kamen wir auch an den berühmten Dinosaurierknochen aus Jurassic Park vorbei und ließen es uns nicht nehmen ein paar Fotos zu schießen bevor es weiterging.

Jetzt war es auch nicht mehr allzu weit bis zum Zielbereich und der „Ultra Transition Area“. 

Die letzten 5 Kilometer waren dann schön mit Hindernissen vollgepackt die auch alle wunderbar geklappt hatten. So konnte ich die erste Runde fast burpeefrei abschließen. Lediglich am Memory Test musste ich – wie immer – meine 30 Burpees machen.

In der Transition Area angekommen, hatten wir eigentlich eine große Verpflegungsstation erwartet. Zu unserer Enttäuschung gab es da gar nichts.

Hier konnte man offensichtlich Sachen wie Essen und Wechselkleidung selbst hinterlegen um sich für die zweite Runde zu verpflegen. Das hatten wir leider nicht gewusst. Also machten wir das Beste daraus, aßen ein paar Riegel und ruhten uns kurz aus, bevor es ein paar Minuten später auf die zweite Runde ging.

Runde zwei… 🏃🏻‍♂️☀️

Nach der kurzen Pause, war ich wieder etwas motivierter und nahm mir ersteinmal vor zumindest den ersten Cutoff am Twister zu schaffen und dort dann zu schauen, wie wir zeitlich stehen.

Wann genau der Cutoff war und wo und wann die nächsten seien würden, wussten wir nur wage, da die Informationen vor dem Rennen nirgends zu finden waren.

Also hieß es erstmal Gas geben!🏃🏻‍♂️💨

Auf dem Weg dorthin ließen wir dieses Mal keine Gelegenheit aus uns Abkühlung zu verschaffen.
Jedes Wasserloch, jedes Rinnsal und jeden Bach nutzten wir um uns ein paar Sekunden Abkühlung zu verschaffen.

Diese Strategie machte sich ziemlich schnell bezahlt, denn nach jeder dieser kurzen Pausen konnten wir wieder die volle Leistung abrufen und es lief wieder richtig gut 😃

Leider war ich dann bei den Monkeybars doch etwas zu übermütig und etwas zu schnell unterwegs, weswegen ich dann knapp die Glocke verfehlte und wieder Burpees machen durfte 😅

Jetzt waren wir nur noch sechs Hindernisse vom Twitter entfernt, wo sich das weitere Rennen entscheiden sollte…

Dann endlich am Twitter angekommen, erfuhren wir, dass wir ziemlich genau eine Stunde vor dem Cutoff waren. Eine tolle Nachricht!😃

Das gab mir einen gehörigen Motivationsschub, meine Zweifel waren wie weggeblasen und der Ehrgeiz das Rennen zu finishen wieder geweckt!

Jetzt hieß es nur noch einmal den Urwald überstehen, der mich auch diesmal wieder an meine Grenzen brachte. Nur diesmal bin ich nicht in dieses mentale Loch gefallen, wahrscheinlich auch weil ich genau wusste wie lang der Weg nach oben sein würde.

Runter hat es dann schon wieder richtig Spaß gemacht auf dem rutschigen, schlammigen Boden, fast wie ein Skifahrer von Baum zu Baum zu gleiten. 😄⛷

Wir mussten auch kaum bremsen und das obwohl mittlerweile natürlich auch die anderen Läufer der kürzeren Distanzen auf der Strecke waren.
Sobald wir mit unseren lilanen Ultrashirts um die Ecke bogen riefen sie nur:
„Get out of the way an Ultra is coming.“
und jedes Mal gab es noch ein „God Job“ mit auf den Weg.

Das war schon ein besonderes Gefühl und hat uns natürlich noch einmal mehr motiviert Gas zu geben 😊

„Thank you very much Guys! That’s Spartan Spirit!“ 💪🏻

Natürlich wurden die nächsten Kilometer nicht einfacher aber wir setzten uns kleinere Ziele. So klatschten wir immer, wenn wir wieder eine runde Kilometermarke erreicht hatten ab.
Das erste Mal bei Kilometer 35.
Unsere längste Distanz bis dahin waren die 34km beim Predator Race…
Dann wieder bei 40km und kurz darauf bei 42,195km – unser erster Marathon 😃

Ab jetzt war alles Ultra!

Auf den nächsten Kilometern schafften wir es dann auch noch einige Ultras zu überholen, wussten aber auch nicht ob wir noch im Zeitplan waren, bis wir wieder zu den Dinosaurierknochen kamen.

Dort erfuhren wir dann von einem Crewmitglied vom Sartanrace, dass wir noch Über 3 Stunden Zeit haben das Ziel zu erreichen.
Da es ab hier nur noch wenige Kilometer waren, legten wir hier noch einmal eine kleine Fotopause ein, bevor wir den Endspurt antraten 😃

Keine Frage, die letzten paar Kilometer musste ich schon öfter mal Gehpausen einlegen oder zumindest das Tempo drosseln, da die Beine schon ziemlich schlapp waren.

Die Hindernisse dagegen gingen noch ziemlich gut. Und so hangelte ich mich von Hindernis zu Hindernis in Richtung Ziel.

Die Sonne war gerade am Untergehen, als wir endlich das Ziel sahen.
Ich kann nicht in Worte fassen, was es für ein Gefühl war, nach so langer Zeit.

Jetzt hieß es nur noch die letzten Kraftreserven zu mobilisieren um am Ende nicht doch noch einmal Burpees machen zu müssen, denn dafür war ich definitiv zu kaputt. 😅
Das ging aber noch erstaunlich gut! Und selbst die Kombination aus Multirig und anschließendem Olympus konnte ich noch gut meistern 💪🏻😎 und so waren es auf der zweiten Runde auch nur 30 Burpees!

Dann war er endlich da, der Moment auf den wir so lange hintrainiert hatten…

Der Sprung über das Feuer und der anschließende Zieleinlauf waren unbeschreiblich. Wir hatten es tatsächlich geschafft! 🔥🔥🔥

Nicht einmal zwei Jahre nach unserem ersten Spartan Sprint, ist unser Traum wahr geworden und wir haben unseren ersten Spartan Ultra gefinished 🤩🤩🤩

…und nur 60 Burpees!

Und nicht nur das!
Sogar der Traum von Hawaii ist damit in Erfüllung gegangen 🌺😎

Der ganze Flair, die Stimmung, die Landschaft und nicht zuletzt die schönste Ultra Medaille die man bekommen kann haben diesen Tag zu einem der anstrengendsten aber auch einen der schönsten Tage, die ich bis jetzt erleben durfte gemacht 🔥😍

Wie schön ist die bitte 😍

Nach dem Zieleinlauf saßen wir noch eine gefühlte Ewigkeit nur so herum – es ging einfach nichts mehr 😅

Irgendwann sind wir dann doch los, haben uns bei Mc Donalds mit ordentlich Kalorien versorgt und sind dann ziemlich schnell schlafen gegangen, denn am nächsten Morgen sollte es ja auch schon nach Big Island gehen.

Dazu aber im nächsten Teil mehr…


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