Barefoot Munich Blog

Wings for Life Worldrun 2021

YEAH! It´s Raceday!

Endlich kann ich das mal wieder sagen. Endlich wieder die Vorfreude und das kribbeln im Bauch!

Ok zugegeben, es ist nur ein virtueller APP-Run, aber da ich den „Wings for Life“ bis jetzt immer mit der APP gelaufen bin, macht es für mich keinen Unterschied.

Mega cool ist auch, dass Sabine und ihr Freund dabei waren und wir den Lauf im Englischen Garten gemacht haben. 

So jetzt mal zum Tag selbst…

Früh bin ich aufgewacht und war auch mega motiviert und hatte richtig Lust auf den Tag. 
Leider hatte ich schon kurz nach dem Aufstehen ziemliche Magenprobleme und hab deshalb nicht wirklich was zum Frühstück runtergebracht. Das hat sich bis zum Mittag auch nicht mehr geändert sodass ich mit fast leerem Magen an der Startlinie stand.

Als Start hatten wir uns den Monopteros ausgesucht. Von da aus hatten wir einen tollen Blick über den Englischen Garten. Da Heute der wärmste und schönste Tag der Woche war, war auch einiges los. Ganz München war draußen unterwegs und alles fühlte sich endlich mal wieder wie früher an 😄

Punkt 13 Uhr fiel dann der Startschuss und wir liefen los. Ich hatte mir für Heute 15 Kilometer vorgenommen und wollte so 7,5 Kilometer immer geradeaus laufen und dann einfach wieder umdrehen.

Am Anfang liefen wir uns erstmal gemeinsam gemütlich ein, bis dann jeder in seinem Tempo reingefunden hatte und wir uns langsam trennten.

Die ersten Kilometer liefen trotz der Hitze auch noch richtig gut bis ich dann plötzlich bei Kilometer 5 in ein Energieloch gefallen bin. Da ging dann plötzlich nichts mehr und ich musste sogar kurz stehenbleiben. Da wurden mir die Morgendlichen Magenprobleme zum Verhängnis. Ich hatte ja praktisch nichts gegessen. Zum Glück hatte ich ein paar Müsliriegel dabei um wieder etwas Zucker reinzubekommen. Die nächsten Kilometer musste ich immer wieder pausieren und Gehpausen machen. Meine Energie war einfach komplett weg. 
Dann endlich bei Kilometer 8 fing mein Müsliriegel an zu wirken und ich konnte etwas Gas geben. Das ging dann wieder 3 Kilometer gut, bis dann wieder die Luft raus war.
Mittlerweile war auch das Catchercar schon ziemlich nah, weshalb ich dann noch mal alle Energiereserven mobilisiert habe um wenigstens die 12 Kilometer zu schaffen. 
Aber selbst das war Heute zu viel des Guten. Die letzten Meter bevor das Auto mich eingeholt hatte ging bei mir nichts mehr und ich musste gehen. So haben mir dann am Ende noch knapp 100 Meter zu den 12 Kilometern gefehlt. 

Was für ein Brett!🥵🏃🏻‍♂️

Brütende Hitze und ein leerer Magen haben mir Heute alles abverlangt. Sowohl körperlich als auch mental musste ich einige Grenzen überwinden und bin somit trotzdem Stolz es geschafft zu haben, ohne aufgeben zu müssen 😊

Am Ende zählt bei diesem Lauf ja auch nicht nur das Ergebnis, sondern vor Allem, dass man dabei war und für den guten Zeck gelaufen ist 🦽🏃🏻‍♂️💪🏻

Am Schluss haben wir uns dann am Chinesischen Turm getroffen. Da gabs dann ein Finisher Bier und sogar eine Medaille für jeden von uns 🤩 Allein dafür hat es sich schon gelohnt mitzumachen!

Das Bier haben wir dann schön liegend und sonnenbadend auf der Wiese unterhalb vom Monopteros getrunken. Ein toller Abschluss von einem, im Nachhinein, mega schönen wenn auch anstrengenden Lauf 🏝😎🍻

Freu mich schon aufˋs nächste Jahr 🤩🤩🤩

Marathon Training 2021 – Update Woche 5 🏃🏻‍♂️☀️😎

Die ersten fünf Wochen von meinem Marathontraining sind jetzt um und es ist an der Zeit das Ganze einmal Revue passieren zu lassen.
Das erste Update gab es ja schon mal nach den ersten zwei Wochen. Da war ich noch ziemlich unsicher ob ich schon wieder fit genug wäre um den Marathonplan bis zum Ende durchzuziehen. Das hat sich aber mittlerweile geändert.

Jetzt, in der fünften Woche kamen die ersten wirklich großen Herausforderungen im Training auf mich zu. Das erste Mal richtiges Intervalltraining und am Sonntag der erste Halbmarathon.
Deshalb sah ich die Ergebnisse in dieser Woche auch ein bisschen als Gratmesser für die vergangenen und die kommenden Wochen an.
Wenn diese Woche schlecht gelaufen wäre, hätte ich dementsprechend mein Training überdenken müssen…

So, nun aber mal zu dieser Woche.

Alles in Allem lief es wirklich sehr gut. Den ersten Lauf in der Woche musste ich zwar verkürzen, da ich an dem Tag aufgrund von Arbeitsstress und einem dementsprechend langen Tag nicht mehr so viel Energie auf die Trails bringen konnte.
Dafür war dann das Intervalltraining mit dem „Yasso 800s“ am Donnerstag richtig gut und gleichzeitig mein schnellster 10er seit langem 😃

Das Highlight in meiner Trainingswoche war für mich aber der lange Lauf am Sonntag vor dem ich richtig Respekt hatte, da der mit 2:30 Stunden schon sehr lang für mich war.
Aber auch der lief richtig gut und locker! Zudem war es mein erster Halbmarathon in diesem Jahr 🤩🏃🏻‍♂️

Somit denke ich, dass ich auf einem sehr guten Weg bin und an dem Trainingsplan weiter festhalten kann. Bin gespannt was die nächsten Wochen so bringen und hoffe, dass es genauso gut weiter geht 🏃🏻‍♂️🏝☀️

Wanderung auf die Kampenwand 🏔☀️😎

Heute ging es endlich mal wieder in die Berge. Ziel war die Kampenwand. 🏔❄️
Wir sind trotz des warmen und sonnigen Wetters mit Schneeschuhen ausgerüstet. Man weiß ja nie was einen so erwartet. Und Schnee soll es hier ja noch reichlich geben ❄️❄️❄️

Es geht gleich zu Beginn ziemlich steil nach oben und wir machen ordentlich Höhenmeter.
Das Wetter ist sogar noch besser als erwartet. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein lässt uns relativ schnell ins Schwitzen kommen 😁

Je höher wir kommen, desto mehr Schnee ist auch auf unserem Weg. Der ist allerdings so fest, dass wir zu keiner Zeit mit Schneeschuhen laufen müssen. So kommen wir ziemlich schnell voran. Von weitem können wir schon das majestätische Bergmassiv der Kampenwand sehen.

An der Gorialm machten wir eine kurze Rast. Von dort war es auch nicht mehr so weit bis zum Einstieg in den Berg.
Da wurde es dann richtig steil. Zuerst mussten wir ein großes Schneefeld nach oben überwinden um danach in die Felsen einzutauchen. Dort ging es dann sogar teilweise kletternd weiter.

Unser Ziel war der Ostgipfel. Ab jetzt sollte man auf jeden Fall sehr trittsicher und schwindelfrei sein! Außerdem ist es bei den Bedingungen sehr hilfreich Spikes für die Schuhe dabeizuhaben, da es schon einige sehr glatte Stellen auf dem letzten Stück gab.
Ich hatte leider keine dabei und musste deshalb besonders aufpassen nicht abzurutschen. Besonders Bergab ging es ohne nur sehr langsam voran.

Ein wirklich toller Aufstieg mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Alpen und den Chiemsee 😍😍😍

Alles in Allem ein superschöner Tag mit viel Spaß, Sonne und ein Stück Normalität in den Bergen 🤩🏔☀️

Marathon Training 2021 – Woche 2 🏃🏻‍♂️📆

Woche 2

Etwas durchwachseN

Nachdem der lange Lauf am Sonntag so gut funktioniert hatte, dachte ich, dass ich diese Woche überhaupt keine Probleme bei meinem Training haben würde.

Der Lauf am Dienstag hat mich dann aber schnell wieder auf den Boden zurückgeholt. Der lief nämlich alles andere als gut, weshalb ich ihn auch etwas einkürzen musste.

Am Mittwoch dann das Highlight der Woche! Ich war das erste Mal seit langem wieder auf unserem Trainingsgelände und zum ersten Mal seit meiner Schulterverletzung im August 2020, habe ich alle Hindernisse ohne Probleme geschafft 🤩🤩🤩

Donnerstag dann der zweite Lauf der Woche. Obwohl der deutlich besser lief als der am Dienstag, habe ich auch den etwas verkürzt, weil auch der nicht so wirklich rund lief und ich meine alte Verletzung wieder etwas gespürt hatte.

Die restliche Woche, also die Osterfeiertage, war dann komplett Trainingspause. Da waren wir mit dem Camper in den Bergen, waren auch ein paar Mal wandern, aber haben sonst die meiste Zeit entspannt.🏔🧘🏻‍♂️😎

Den langen Lauf vom Sonntag habe ich dann einfach auf den Ostermontag verschoben 😁

Marathon Training 2021 – Woche 1 🏃🏻‍♂️📆

WOCHE 1

Es geht wieder los

Nach der Spartan EM im Dezember auf Teneriffa, war bei mir erstmal Trainingspause angesagt.
Neben einer Achillessehnenreizung hatte ich auch noch lange Zeit mit einer Knochenhautentzündung am Unterschenkel zu kämpfen und musste das erstmal auskurieren.


Da sich das Ganze doch länger hingezogen hat als erwartet, konnte ich nicht wie geplant im Januar mit dem Training starten, sondern musste noch ein paar Wochen länger pausieren.

Im Februar habe ich dann langsam angefangen, ein paar kurze lockere Läufe einzubauen. Außerdem habe ich noch mehr Fokus auf regenerative Einheiten gelegt. So habe ich regelmäßiges Yoga und Faszientraining eingebaut und mir professionelle Unterstützung von einer Osteopathin und einer Physiotherapeutin geholt.

Letzte Woche war ich dann endlich wieder soweit, dass ich ins Training einsteigen konnte 😃


Die erste Trainingswoche habe ich natürlich die Intensität sehr weit unten gehalten. Ich wollte nicht riskieren, wieder alte Probleme zurückzuholen.

Der Plan bestand aus insgesamt 3 Läufen mit abwechselnden Regenerationstagen an denen ich dann Kraft-, Stabi- und Yogaeinheiten eingebaut habe.

Jetzt ist die erste Woche um und ich muss ich muss sagen, es lief erstaunlich gut!
Besonders viel Respekt hatte ich vor dem gestrigen Longrun, da ich seit Dezember nicht mehr so lang gelaufen war. Überraschender Weise war das tatsächlich der lockerste Lauf der Woche und selbst Heute am Tag danach fühlen sich meine Beine klasse an 😃 So kann es definitiv weitergehen!


Falls du noch mehr Details zu meinem Trainingsplan wissen willst, kannst du hier die komplette Story lesen. Da gibt es dann auch jeden Tag ein Update vom Training 😉

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 4 – It’s Raceday 🤩

Am nächsten Morgen war es endlich soweit. Es war Raceday! Und trotz der Absage des offiziellen Events fühlte es sich an wie immer 😃

12. Dezember – Spartan Beast Tenerife (unofficial)

Da es heute keine Verpflegungsstationen geben würde, packte ich alles Nötige in meinen Trinkrucksack und dann konnte es auch schon langsam losgehen.

Bis zum Frühstück hatte ich noch etwas Zeit, deshalb gönnte ich meinen Beinen noch eine kleine Lockerungseinheit mit der Massagegun. Ein wirklich geniales Tool um Muskeln und Faszien zu bearbeiten 😃


Nach einem kurzen Frühstück ging es endlich los. Ich verabredete mich mit Tobi um 9:00 Uhr am Racegelände um pünktlich 9:20 Uhr zur offiziellen Startzeit loslaufen zu können.

Zu meiner Überraschung war trotz der Absage einiges los. Wir waren offensichtlich nicht die einzigen Starter Heute. 🤩

Einige Teams machten sich gerade fertig, während andere schon losliefen. Also fast wie beim richtigen Rennen, nur ohne das Ganze Drumherum.

Ich hatte noch etwas Zeit bis zum Start und unterhielt deshalb noch etwas mit den Veranstaltern vom Spartan Race.
Sie bedauerten die kurzfristige Absage sehr und freuten sich deshalb umso mehr, dass trotzdem so viele an den Start gekommen waren um Ihr eigenes Rennen zu laufen, um das Beste aus der Situation rauszuholen. Außerdem sagten sie uns auch, dass die komplette Strecke steht und wir natürlich alle Hindernisse benutzen dürfen. Natürlich nur auf eigene Gefahr 😃

Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen!

Jetzt ging es auch für uns an den Start! Die Stimmung war wirklich toll. Keine Spur von Frust oder Enttäuschung. Alle die hier waren, hatten mega gute Laune und freuten sich auf den Tag. Wir natürlich auch.

Der virtuelle Startschuss fiel, und pünktlich 9:20Uhr waren wir auf der Strecke. Das Wetter war wirklich perfekt. Es war nicht zu heiß und eine kühle Briese wehte vom Meer herüber.

Die Strecke war toll! Der erste Abschnitt führte uns die komplette Strandpromenade entlang und war schon mit etlichen Hindernissen gespickt.


Meine ersten Burpees durfte ich nach nur wenigen Minuten am Twister machen. Fast hätte ich ihn geschafft, aber auf dem letzten Meter ist mir dann doch die Kraft ausgegangen.

Die nächsten 30 folgten dann gleich ein paar Meter weiter an der Monkeybar. Die war mit den erhöhten Zwischenstreben echt schwerer als erwartet. Aber wenigstens den Beater habe ich gut geschafft.

Das letzte Hindernis auf diesem Abschnitt war der Barbwire Crawl, der uns direkt am Strand durch den schwarzen Sand führte. Eigentlich ganz cool, mal abgesehen von dem Sandhaufen in meinen Schuhen, der mich danach noch eine Weile begleitete.

Dann führte uns die Strecke über einen Kanal ins Landesinnere, wo wir dann nach einiger Zeit auf die ersten Carry Hindernisse trafen. Erst der Atlas Carry und dann der erste Carry ohne offizielles Gewicht. Hier hieß es jetzt kreativ werden, da weder Baumstämme, Eimer noch Ketten auf der Strecke waren.
Dafür lagen überall größere Steine, die sich als hervorragende Alternative herausstellten.
Es war echt schön zu sehen, dass auch alle anderen mit Felsbrocken auf der Schulter ihre Runde drehten.

Jetzt mussten wir nur noch über den Stairway to Sparta und den Bender bevor es wieder runter in den Kanal ging.

Nachdem wir uns wieder nach oben gekämpft hatten, kamen wir auf eine große weitläufige Fläche, auf der wir mal etwas Tempo machen konnten. Die Kulisse war echt mega. Besonders die riesige alte Brücke unter der wir durchliefen war beeindruckend.

Kurz danach erreichten wir das nächste Hindernis, den Olympus. Da er eins meiner Lieblingshindernisse ist, machten wir den gleich zweimal. Einmal mit und einmal ohne Ketten.

Auch ein immer wieder cooles Hindernis ist die Tyrolean Traverse die hier allerdings sehr viel höher hing als bei allen anderen Rennen bisher. Vorteil davon ist, dass man nicht am Boden schleift, allerdings darf man bei der Höhe auch nicht runterfallen.

Nach einer kurzen Laufpassage und einigen schönen Carry’s kamen wir an den Ape Hanger. Dieses Hindernis hatte ich bis jetzt noch in keinem Rennen geschafft.

Aber gerade weil es ein herausforderndes Hindernis ist, ist es auch sehr beliebt bei Läufern. Deshalb war es auch an diesem Tag sehr stark frequentiert. Ziemlich viele Athleten hatten sich hier versammelt und versuchten dieses Hindernis zu meistern.

Für mich war klar, dass ich es diesmal, gerade mit meiner Schulterverletzung, nicht schaffen konnte. Versuchen wollte ich es trotzdem.
Naja besonders weit bin ich nicht gekommen und so durfte ich wieder Burpees machen.

Das nächste Mal klappt es dann hoffentlich. Muss mal schauen, dass ich das trainieren kann!

Als Nächstes folgte eine längere Laufstrecke. Es ging wieder zurück in Richtung Meer. Mittlerweile merkte ich auch, dass ich schon eine Weile nicht mehr so lange Läufe gemacht hatte. Deshalb war ich auf dem wirklich gut und eigentlich auch schnell laufbaren Abschnitt doch relativ langsam unterwegs. Spaß machte es trotzdem!

Endlich am Meer angekommen, ging es dann auch gleich etwas besser. Die frische und kühle Luft sorgte für ordentlich Antrieb.

Dann kam eine etwas schwerer einsehbare Kreuzung, an der wir fast vorbeigerannt wären. Hier ging es nochmal ein Stück in die Gegenrichtung zum Sandbag Carry.
Zum Glück hatten wir die Abzweigung noch rechtzeitig gesehen, denn zu unserer Überraschung lag hier sogar ein Sandsack für die Athleten bereit. Eine gute Gelegenheit für ein paar schöne Fotos.

Das nächste Hindernis war der erste Spearthrow. Hier mussten wir wieder kreativ werden, da natürlich keine Speere herumlagen. Einer der Athleten kam auf die Idee stattdessen seinen Schuh zu werfen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Und so machten wir und auch alle Anderen aus dem Spearthrow kurzerhand einen Shoethrow. Ein echt lustiges Schauspiel.

Das hatte uns nochmal richtig motiviert und gab uns nochmal Energie für den Endspurt, denn jetzt ging es nur noch bergab in Richtung Zielgerade.

Wieder in Puerto de la Cruz angekommen ging es über eine hohe Wand wieder in Richtung Strandpromenade.
Am Ropeclimb trafen wir dann zufällig auch Lisa, die uns dann noch ein ganzes Stück begleitete und sogar noch ein paar Fotos und Videos von uns machte.

Jetzt war es zwar nicht mehr weit bis ins Ziel aber dafür gab es noch einige Hindernisse zu bewältigen.

Eins davon war die Slackline, die ich noch in keinem Rennen geschafft hatte. Hier gönnte ich mir dieses Mal drei Anläufe und siehe da, der dritte Anlauf klappte tatsächlich. Für mich ein absolutes Erfolgserlebnis! Hoffe ich schaffe es ab jetzt auch in einem richtigen Rennen.

Nur noch wenige Hindernisse trennten uns vom Ziel und die meisten waren auch sehr gut zu schaffen und so erreichten wir dann endlich den Zielbereich. Eine tolle Kulisse, auf einer Festung, direkt am Meer.

Die letzten drei Hindernisse vor dem Zieleinlauf lagen nun vor uns. Wobei das Vertical Cargo und die Slippery Wall ziemlich easy waren.

Das letzte Obstacle vor dem Ziel war allerdings das Multirig. Normalerweise eines meiner Lieblingshindernisse. Mit meiner kaputten Schulter kam ich dieses Mal leider nicht allzu weit und so durfte ich so kurz vorm Ziel nochmal 30 Burpees machen. Naja half ja nix.

Dann endlich war es soweit. Tobi und ich sprangen über das virtuelle Feuer und liefen ins Ziel. Ein toller Moment!

Wir waren echt ganz schön kaputt und froh zugleich. Fast wie bei einem richtigen Rennen…

Und ja, die Atmosphäre, die man sonst beim Zieleinlauf hat fehlte uns schon ein bisschen. Vor allem die Medaillenübergabe.
Ansonsten war nicht so viel Unterschied zu einem richtigen Rennen. Wir waren dreckig, verschwitzt und freuten uns auf die Dusche im Hotel.

Als Fazit kann man festhalten, dass es die beste Entscheidung war hierher zu fliegen und dieses megaschöne Rennen mitzulaufen.
Wir haben viele tolle Athleten getroffen, hatten eine Menge Spaß, klasse Hindernisse und eine superschöne Laufstrecke.
Alles in allem ein großartiger Tag, den wir auch nicht so schnell vergessen werden.

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 3 – Letzte Vorbereitungen

Nach der langen Tour gestern, war Heute erstmal entspannen angesagt.
So ging es nach dem Frühstück erstmal an den Strand.

8. Dezember

Die ersten HinderniSse

Das Wetter war wieder einmal perfekt. Ich genoss die die wärmenden Sonnenstrahlen und das beruhigende Geräusch der Wellen.
Manchmal ist es auch ganz schön, einfach mal nichts zu machen und einfach nur auf das Meer hinaus zu schauen.

Irgendwann Mittags dann bekam ich langsam etwas Hunger und gönnte mir direkt oberhalb vom Strand meine erste Paella 🥘 Die war wie erwartet sehr lecker und mit der Aussicht schmeckte sie noch mal so gut 😊

Nach dem Essen ging ich dann nochmal zum Spartan Gelände um zu schauen, ob jetzt endlich die ersten Lieferungen eingetroffen waren.
Und ja, das Gelände am Parkplatz war schon komplett abgesperrt und die ersten Paletten mit den Teilen für die Hindernisse waren zu sehen.

Zu meiner Überraschung waren sogar schon die ersten Wände im Startbereich aufgebaut. Um die Vorfreude zu steigern, musste ich die natürlich gleich ausprobieren.

Jetzt konnte das Wochenende langsam kommen 🤩🤩🤩

Am Abend ging es dann langsam zurück zum Hotel. Dort machte ich noch ein kurzes Workout am Pool bevor ich dann den Abend entspannt mit einer Folge der „Spartan Games“ ausklingen ließ.

9. Dezember

RACecourse check mit ToBi

Heute hatte ich mich früh mit Tobi, der gestern Abend auf Teneriffa eingetroffen war, zur Streckenbesichtigung verabredet.

11 Uhr ging’s los. Wir starteten am Spartan Gelände.

Der Course führte uns die Strandpromenade entlang. Dort war das Spartan Team schon fleißig am Aufbauen. Wir entdeckten immer mehr Hindernisse, die teilweise sogar schon aufgebaut waren.

Bis jetzt deckte sich die Strecke auch mit meiner Laufstrecke vom 6. Dezember. Ich war gespannt, ob sie auch an der epischen Kulisse bei den Bananenplantagen vorbeiführen würde.

Ein paar Kilometer weiter führte uns die Streckenmarkierung tatsächlich genau dort hin 🤩 Eine perfekte Kulisse für tolle Fotos. Bin gespannt, welches Hindernis hier auf uns wartet.

Wir folgten meiner Laufstrecke tatsächlich bis zum Ende. Dort war dann an einer Klippe mit tollem Blick auf das Meer, ein Schild auf dem „Durchgang Verboten“ stand, weshalb ich dort auch nicht weitergelaufen war.

Allerdings sahen wir, das genau auf diesem Weg eine weitere Streckenmarkierung war, also gingen wir weiter.
Der Weg war ziemlich cool. Ein schöner Trail am Rand der Klippen. Allerdings völlig ungefährlich, da der Weg nach unten von dichten Bäumen versperrt blieb.

Wir gingen noch eine ganze Zeit weiter, bis sich die Spur verlor und keine Streckenmarkierung mehr zu sehen war. Jetzt konnten wir nur noch raten, wo die Strecke weitergehen würde.

Auf FATMAP entdeckte ich dann noch eine schöne Strecke, die erst ans Meer und danach zu einem ziemlich hoch gelegenen Café führte, dass eine tolle Aussicht von oben versprach.

Nach kurzer Zeit erreichten wir dann auch schon den Strand. Über eine alte Treppe ging es an den Klippen vorbei nach unten. Da der Wasserstand anscheinend etwas höher als sonst war, war von dem Sandstrand nichts zu sehen. Stattdessen ein Meer von großen rundgewaschenen Steinen, was nicht weniger beeindruckend aussah. Ein echt schöner Spot.

Nach einer kurzen Pause ging es auch schon weiter. Nach oben.

Erst einen normalen Wanderweg der dann ziemlich schnell zu einem steilen und steinigen Trail wurde. Der erinnerte uns gleich ein bisschen an den Sandbag Carry in Oberndorf. Würde hier auch gut hinpassen 😁

Nachdem wir uns das steile Stück nach oben gekämpft hatten erreichten wir über eine Treppe eine Wohnsiedlung der anderen Art. Hier, hoch über dem Meer reihte sich eine riesige Villa neben die Nächste. Auch die Grundstücke waren riesig, mit großen Gärten, riesigen Palmen und meterlangen Zäunen. Wirklich beeindruckend.


Auch das Café war auf einem tollen Grundstück mit einem gigantischen Blick auf die Küste und das Meer. Nur leider hatte es, wahrscheinlich Coronabedingt, geschlossen. Naja mussten wir halt die Aussicht von draußen genießen…

Da es hier nicht weiterging machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Wieder im Ort angekommen, gönnte ich mir noch ein Eis am Strand, bevor es dann langsam wieder, vorbei an ein paar neuen Hindernissen, zurück in Richtung Hotel ging, wo ich den Abend ruhig ausklingen ließ.

10. Dezember

Restday am Lago MartiAnez

Nachdem wir gestern doch einige Kilometer unterwegs waren, gönnten wir uns Heute einen Restday in der riesigen Poollandschaft des Lago Martianez.

Die größte Naturschwimmbeckenanlage mit Meerwasser in ganz Europa war die letzten Tage nur spärlich besucht und am heutigen Vormittag waren wir tatsächlich die einzigen Gäste. So hatten wir für einen Eintrittspreis von gerade mal 5,50€ sieben verschieden Badelandschaften auf 33.000 Quadratmetern für uns alleine.

Ok ein paar der kleinen Pools waren an dem Tag nicht mit Wasser gefüllt aber der große künstliche See in der Mitte des Geländes zum Glück schon, denn da wollten wir hin. Ein wirklich beeindruckender Ort!

Bevor es ins Wasser ging, nutzte ich die tolle Kulisse für ein kleines Workout um mich aufzuwärmen. Das Wasser war doch sehr kalt und da noch dazu ein ziemlich kühler Wind wehte blieben wir auch nicht allzu lang drinnen.

Relaxen konnten wir aber auch ganz gut draußen auf einer der zahlreichen Sonnenliegen. So ließen wir einfach mal die Seele baumeln.

Am Nachmittag gingen wir dann in eines der zwei Restaurants auf dem Gelände, die trotz dem fast niemand hier war geöffnet hatten.

Überraschenderweise war das sogar ziemlich voll. Da machte nämlich gerade das Aufbauteam des Spartanrace Mittagspause.

Da waren wir ja in guter Gesellschaft 🤩

Was dann passierte war, sagen wir mal unerwartet…

Nachdem wir etwas zu trinken bestellt hatten, kam auch schon die Bedienung mit einer Vorspeise und kurze Zeit später mit dem Hauptgericht um die Ecke. Das wäre ja an sich nichts ungewöhnliches, wenn wir etwas bestellt hätten. Hatten wir aber nicht 😅

Mir fiel dann ziemlich schnell auf, dass wir das gleiche Essen bekamen, wie auch die Leute vom Spartanteam und so vermutete ich, dass sie wohl dachten, dass wir dazugehören mussten. Na gut ich hatte auch ein Spartan Shirt an…
Mein Verdacht wurde noch bestärkt, als dann eine Familie die dort auch essen wollte, weggeschickt wurde.
War wohl für Spartaner reserviert…

Naja egal. Das Essen war gut und so spielten wir das Spiel einfach mit.

Lustig wurde es dann erst, als wir bezahlen wollten. Da wir ja offensichtlich trotz Badehose mit zum Spartan Team gerechnet wurden, sollte ich lediglich meinen Cappuccino den ich am Schluss bestellte selbst bezahlen.
Das kam für uns natürlich nicht in Frage.

Also versuchten wir ihnen verständlich zu machen, dass wir eben nicht zum Aufbauteam gehörten und nur zufällig zur selben Zeit dort waren.
Schlußendlich haben sie uns dann, nach etwas Beratungszeit, einen durchaus fairen Menüpreis gemacht.

Da hat sich der Spruch „Kleider machen Leute“ mal wieder bewahrheitet 😁

Am späten Nachmittag ging es dann auch schon wieder langsam in Richtung Hotel. Natürlich nicht ohne vorher nochmal den Aufbaufortschritt der Hindernisse zu checken. Da fehlte mittlerweile nicht mehr viel 🤩

11. Dezember

Ein schicksalhaFter tag

Heute, einen Tag vor dem Rennen stand nochmal ein kurzes Workout mit Meerblick auf dem Plan. Mit so einer Aussicht macht es gleich noch mehr Spaß 🏝😃

Danach machte ich noch einen lockeren Lauf in die Stadt, wo ich mich mit Tobi verabredet hatte. Heute war nochmal relaxen am Strand und shoppen am Spartan Merch angesagt.

Der sollte ab 15 Uhr öffnen und so hatten wir auch noch gut Zeit um was leckeres Essen zu gehen. Wir fanden ein tolles Restaurant direkt am Strand mit wirklich sehr leckerem Essen. Eine absolute Empfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Dann ging es auch schon zum Shopping. Als wir ankamen war schon einiges los. Schon lang nicht mehr so viele Spartaner auf einmal gesehen. Es war fast wie immer 😁

Alle freuten sich schon auf das bevorstehende Rennen und machten Selfie’s vor der Wand mit der Teilnehmerliste. Eine tolle Stimmung 🤩

Doch es sollte alles anders kommen…

Am Abend ging es dann langsam zurück ins Hotel und noch während des Abendessens – es war kurz vor 20 Uhr – dann die ersten inoffiziellen Meldungen:

„Das Rennen wird abgesagt!“

Zuerst hatte ich es als Falschmeldung abgetan. Es kann ja niemand nur 12 Stunden vor Rennbeginn eine Absage bekanntgeben!
Leider kam dann nur 30 Minuten später auch die offizielle Meldung per Mail 🥺

Nach der Meldung war eigentlich schon klar, dass es kein Rennen geben wird. Ein kleiner Hoffnungsschimmer blieb trotzdem und deshalb wartete ich auch noch.
Dann, kurz nach 23 Uhr war es dann leider offiziell. Das morgige Rennen wurde endgültig abgesagt 😢

Was sollten wir jetzt tun? Wir hatten extra den ganzen Stress mit den Coronaauflagen auf uns genommen um hierher zu kommen und das Rennen zu laufen!
Und auch wenn es sich ehrlicherweise auch schon ohne das Rennen mehr als gelohnt hatte, die Strapazen auf sich zu nehmen, war ich nicht bereit dieses Wochenende ohne ein Rennen abzuschließen 💪🏻🏃🏻‍♂️😁

Also beschloss ich, noch in dieser Nacht, das morgige Rennen trotzdem zu laufen! Aber jetzt hieß es erstmal schlafen…

Im nächsten Kapitel gibt es dann den Rennbericht. Seid gespannt 🤩

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 2 – Puerto de la Cruz

Nach einer sehr erholsamen Nacht mit Meeresrauschen als Hintergrundmusik konnte der Urlaub nun endlich richtig starten.

6. Dezember

SIGHTSEEING-Tour – Puerto de la cruz

Zuerst gönnte ich mir ein gutes Frühstück im Hotelrestaurant. Auch hier hatte ich wieder einen tollen Blick. Ich setzte mich direkt an eins der riesigen Fenster mit Aussicht auf den Ozean. So kann man den Tag starten.

Frisch gestärkt ging ich dann erstmal in Richtung des Starts vom Spartanrace.
Von Spartan war da aber noch nichts zu sehen. Das Einzige was es dort gab, war ein Rummelplatz. Ich war wohl noch etwas zu früh dran…

Also schlenderte ich noch eine Weile durch die engen Gassen der Stadt. Echt schön hier. Viele kleine Häuser, überall Bars und Restaurants wo Leute draußen sitzen und überall riesige Palmen 🌴
Und natürlich das Meer direkt vor der Haustür. Kilometerlange Strände sucht man hier trotzdem vergebens.
Die Küste ist eher rauh, von schroffen Felswänden und meterhohen Klippen geprägt. Zwischendrin findet man aber auch hier einen der berühmten schwarzen Strände.

Da ging ich auch gleich hin. Ich wollte unbedingt das Wasser testen.
Na gut ins Wasser durfte man heute leider nicht. Ist wohl im Moment zu gefährlich. Mit den Füßen war ich trotzdem drin. Es war sogar noch wunderbar warm. Ich hoffe die nächsten Tage wird das Verbot wieder aufgehoben…

Ich relaxte noch eine Weile am Strand und genoss die gute Luft. Hier musste man ausnahmsweise mal keine Maske tragen…

Dann beschloss ich, zurück zum Hotel zu gehen, mich umzuziehen und meine Sightseeingtour laufend fortzusetzen 🏃🏻‍♂️

Eine gute Entscheidung. So kam ich relativ schnell aus der Stadt raus. Ich lief vorbei an einem weiteren Strand, an dem sogar einige Surfer auf dem Wasser waren.

Dann ging es ein gutes Stück bergauf, bis ich wieder Richtung Küste abbog und durch riesige Bananenplantagen lief. Wirklich gigantisch.


Wieder ein Stück weiter kam ein superschöner Trail. Ich weiß nicht genau, wie ich den beschreiben soll:.. Es sah ein bisschen aus, wie eine alte überwachsene Festungsanlage mit sehr karger Vegetation. Der Wegesrand war nur von kleinen Büschen und Kakteen gesäumt. Ich habe mich wirklich in eine vergangene Zeit zurückversetzt gefühlt. Megaschön!

Nach 7 Kilometern endete der Weg an einer steilen Klippe mit gigantischer Aussicht. Hier verweilte ich einen kurzen Moment, bevor ich wieder zurück lief.

Ich hatte mir 10 Kilometer vorgenommen und erreichte mein Ziel direkt an dem Strand wo ich zuvor die Surfer gesehen hatte.
Dort gönnte ich mir erstmal ein Eis und schaute den Surfern dabei zu, wie sie eine Welle nach der nächsten versuchten zu reiten.

Etwas später schlenderte ich noch eine Weile durch den Ort, genoss einfach das schöne Wetter und ließ mich treiben bis ich am Abend wieder im Hotel ankam.

Ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken 🏝😎🏃🏻‍♂️

Mal schauen, was der nächste Tag für mich bereit hält…

7. Dezember

Hikingtour richtUng Teide 🌋

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück schaute ich mal, wie lang eigentlich eine Wanderung zum „Teide“ dem höchsten Berg Teneriffas wäre.

Ok, das war für eine Tagestour doch etwas viel. Da müsste ich schon eine Übernachtung einplanen. Und wahrscheinlich ist so eine Tour nur ein paar Tage vor der EM auch nicht die beste Idee.
So beschloss ich nur ein Teilstück zu gehen. Ich nahm mir vor 4 bis 5 Stunden in Richtung Vulkan zu gehen, in der Hoffnung ein schönes Foto aus der Nähe schießen zu können.

Gesagt, getan! Ich packte noch schnell ein paar Sachen zusammen und dann ging es los.

Am Anfang ging es noch relativ moderat einen schönen Küstenweg entlang.

Das änderte sich aber recht schnell, als es dann in Richtung Berge ging. Es wurde immer steiler und steiler.

Und nein, ich war noch nicht in den Bergen. Stattdessen kämpfte ich mich die steilen Straßen von Realejo Alto immer weiter nach oben. Ich war hier auch der Einzige der sich zu Fuß fortbewegte. Alle anderen fuhren Auto 😅

Irgendwann kam ich dann endlich raus aus der Stadt und erreichte den Fuß des riesigen Bergmassivs. Das erste Ziel war der „Mirador de la Corona“.

Der Weg war jetzt nicht mehr ganz so steil und ich kam gut voran. Er schlängelte sich über Steine und Wurzeln immer weiter nach oben. Immer wieder gewährte er mir einen Blick durch die Bäume hinunter ins Tal und übers Meer.

Der Gipfel mit seinen 757 Metern war dann doch schnell erreicht und ich gönnte mir erstmal eine kurze Pause und schaute den Paraglidern zu, die hier zum Flug über die Stadt starteten.

Etwas über 700 Meter klingt im ersten Moment nicht wirklich viel. Wenn man allerdings bei annähernd 0 Metern startet ist es doch nicht so ohne.

Hier war es auch deutlich kühler, weshalb ich mich dann auch relativ schnell wieder auf den Weg machte. Es ging immer weiter nach oben und nur kurze Zeit später war ich mitten im Nebel einer dichten Wolkendecke, die sich über den Berg gelegt hatte. Das war’s dann wohl mit Sonnenschein…

Zu dem Zeitpunkt war ich erst gute zwei Stunden unterwegs. Vorgenommen hatte ich mir vier Stunden in Richtung Teide zu laufen um zu schauen, wie weit ich kommen konnte. Also ging es weiter.

Der Weg führte über rutschige lehmige Trails immer weiter nach oben. Der Nebel wurde immer dichter und die Umgebung immer feuchter und auch kühler. Der Vorteil dabei war sicherlich der etwas leichtere Aufstieg, da ich nicht so schnell überhitzen konnte.

Wieder eine Stunde und einige Höhenmeter später musste ich realisieren, dass ich Heute wohl nicht mehr aus der Wolke herauskommen würde und somit den Teide auch nicht mehr zu sehen bekomme.

Also machte ich erstmal eine kurze Pause, um nach einem geeigneten Rückweg zu schauen. Ich wollte schließlich nicht auf dem selben Weg zurückgehen.

Der Weg war schnell gefunden. Doch zuvor ging es noch ein Stück nach oben. Ich war nämlich erst 1.300 Höhenmeter gegangen und wollte noch die 1.500 vollmachen.

Als ich dann bei knapp über 1.500 Höhenmetern angekommen war, ging es endlich nach unten. Das erste Mal nach fast 5 Stunden!

Auch wenn ich mit meinen Wandersachen und dem großen Trekkingrucksack nicht wirklich zum Laufen ausgerüstet war, ließ ich es mir nicht nehmen, den Downhill zu genießen und den schmalen Trail nach unten zu ballern.

Was für ein Spaß 🤩 Überraschenderweise hatten meine Sandalen selbst auf dem feuchten Waldboden richtig gut Grip und ich konnte es einfach laufen lassen.

Der Weg war echt megaschön. Er führte mitten durch dichten, wild wachsenden Wald. In dem dichten Nebel, kam ich mir vor wie in einer Welt aus einer anderen Zeit. Dazu die vollkommene Ruhe. Eine wirklich mystische Stimmung.

Ich lief immer weiter bis ich dann endlich, eine ganze Weile später, das Ende der Wolke erreicht hatte und nach etlichen Stunden zum ersten Mal wieder den Himmel und das Meer sehen konnte.

Mittlerweile war ich auch schon knapp 7 Stunden unterwegs und auch wenn ich noch ein Drittel der Strecke vor mir hatte, war das nur halb so wild, da es nur noch nach unten ging.

Jetzt ging es wirklich schnell. Nach kurzer Zeit erreichte ich die Stadt und musste nur noch die steilen engen Gassen nach unten, immer weiter Richtung Meer laufen.

Auf den letzten Kilometern kam ich dann wieder auf den schönen Trail, der mich direkt an der Küste zurück zum Hotel führte. Die Aussicht von hier war jetzt in der Abendsonne noch atemberaubender als auf dem Hinweg. Ich nutzte die tolle Stimmung für eine letzte Pause und genoss den Blick auf das Meer und die untergehende Sonne.

Jetzt musste ich mich aber echt beeilen, es war schon fast dunkel geworden und ich hatte keine Lampe dabei. Die letzten zwei Kilometer bis zum Hotel waren aber auch im Dunkeln kein großes Problem.

Und so kam ich nach knapp 9 Stunden und 30 Kilometern geschafft aber auch zufrieden im Hotel an.

Eine wirklich sehr schöne Wanderung. Wenn ich irgendwann nochmal nach Teneriffa komme, werde ich mir etwas mehr Zeit nehmen und die komplette Strecke bis hoch zum Teide machen.

Wart ihr schon einmal dort? Und wie hat es euch gefallen?


Im nächsten Teil geht‘s dann schon langsam an die ersten Vorbereitungen für das Rennen am Wochenende…

Spartan European Championship 2020 🏃🏻‍♂️🏝⛰ – Part 1 – Reisevorbereitungen

Nach dem Spartan Race Kaprun im Januar hangelte ich mich von Absage zu Absage. Alle weiteren Rennen wurden gecancelt oder verschoben und dann abgesagt. So auch die Europameisterschaft, die ursprünglich in Oberndorf hätte stattfinden sollen und nun zum letzten Rennen im Jahr geworden war.

Diese wurde jetzt hierher, nach Teneriffa verlegt und soll bis jetzt – es ist der 5. Dezember auch noch stattfinden 🤩🤩🤩

November 2020

Die planung begiNnt

Jetzt aber nochmal kurz zurück…

Da es in diesem Jahr nicht so einfach ist irgendwas zu planen, warteten wir noch bis Mitte November und beobachteten wie sich die Lage auf den Kanaren entwickelte.
Glücklicherweise blieb die Lage dort weiter entspannt und wir entschlossen uns zu buchen.

Tobi fand ein super Komplettangebot bei Lidl Reisen. So hatten wir Flug, Transfer und Hotel bei einem Anbieter und hätten im Falle einer Stornierung weniger Stress.

Die Rennen buchten wir nur kurze Zeit später. Wir entschlossen uns dazu an dem Wochenende alles mitzunehmen was möglich ist und buchten neben der EM auch noch den Super und Sprint dazu.

Das sollte mein erster Trifecta 2020 werden 😃

Die Rennen konnten wir glücklicherweise mit unseren Codes der abgesagten Rennen buchen und hatten somit keinerlei weitere Kosten dafür.

An der Stelle nochmal herzlichen Dank an Magdalena vom Spartan Support, die uns dabei schnell und unkompliziert geholfen hat 😍

4. Dezember

Warten auf den Coronatest

Jetzt war es fast soweit. Morgen sollte mein Flug gehen. Alles hing nur noch an dem Testergebnis von meinem Coronatest, den ich gestern machen musste. Ohne ein negatives Testergebnis darf nämlich Niemand einreisen.

Gegen 19 Uhr sollte ich das Ergebnis online abrufen können. Also wartete ich und ab 18 Uhr aktualisiere ich alle halbe Stunde die Seite.

Nichts passierte….

Es war mittlerweile schon 22 Uhr und immer noch kein Ergebnis. Da ich um 4 aufstehen musste ging ich dann etwas genervt ins Bett und beschloß auf den nächsten Morgen zu hoffen…

Kostenloser Test https://www.corona-teststelle.de/

5. Dezember

Reise nach TENERIFFA

Endlich war es soweit. Der Tag der Abreise war gekommen.
Nach dem Aufstehen schaute ich erstmal auf die Coronatest Seite nach, ob nun endlich mein Testergebnis da ist. Und ja! Endlich war es da und NEGATIV!

Jetzt konnte es wirklich losgehen.

Ich machte mich noch schnell fertig und dann ging es auch schon zum Flughafen. Dort angekommen, war schon eine ganz schön lange Schlange am Check-In.
Dann war ich an der Reihe. Als erstes wollten sie den Code des elektronischen Gesundheitsformulars von mir sehen. Das hatte ich noch nicht ganz fertig, da man noch den Sitzplatz eintragen musste und ich den erst am Schalter bekommen sollte. Außerdem hatte ich angenommen, dass ich das erst auf Teneriffa brauche.

Naja, Füll ich es eben schnell aus, dachte ich.

Von wegen, ständig brach die APP ab und es war mir nicht möglich das Formular abzuschließen. Ich versuchte es nochmal im Web – dasselbe!

Mittlerweile häuften sich die Passagiere bei denen es nicht funktionierte und viel Zeit bis zum Boarding blieb auch nicht mehr.
Zum Glück hatte die Mitarbeiterin von TuiFly noch einen Plan B – eon Papierformular zum ausfüllen.

Also alles nochmal von vorn und dann endlich einchecken. Was für ein Stress!

Gesundheitsformular: https://www.spth.gob.es/create

Kaffe trinken war jetzt leider nicht mehr drin. Es ging direkt zum Gate und dann endlich in den Flieger. 🥳
Der war überraschend voll. Es gab keinen einzigen freien Platz. Ich hatte angenommen, dass aufgrund der derzeitigen Situation nur jeder zweite Platz besetzt wäre.
Das Lustige daran war, dass sie einen ständig darauf hinwiesen Abstand zu halten. Das funktioniert natürlich besonders gut, wenn alle dicht an dicht zusammensitzen 🤣

Nach 5 Stunden Flug erreichten wir endlich Teneriffa 🏝😃
Dort war alles recht entspannt. Ich holte schnell mein Gepäck und dann ging es raus in die Sonne ☀️

Es war wunderbar warm. Überall riesige Palmen 🌴 Ich hatte es geschafft! Der Urlaub konnte beginnen. Ich merkte richtig, wie der Stress der letzten Tage von mir abfiel. Nur noch in den Bus und dann ab ins Hotel.

Die Fahrt dauerte nochmal eine ganze Weile. Der Flughafen war im Süden und das Hotel im Norden der Insel. So gab es noch eine Inselrundtour 😁

Die Landschaft erinnerte mich ein bisschen an Big Island Hawaii 🌺
Viele große karge Flächen mit nur wenig Bewuchs und Kakteen. Dann immer wieder Palmengärten und Bananenplantagen. Das Beste war die ganze Zeit der Blick aus Meer und die hohen Wellen, die an die felsige Küste schlugen. Ein toller Anblick 😍

Dann kam ich endlich im Hotel an. Es war mittlerweile 15:00 Uhr und ich war ziemlich kaputt vom Tag. So beschloss ich nur noch ein paar Sachen einzukaufen und dann langsam zur Ruhe zu kommen.

Doch zuvor musste ich noch das Hotel erkunden. Mein Zimmer war im 12. Stock und wie versprochen mit Meerblick und einer grandiosen Aussicht 🤩

Der Hotelkomplex war megagroß. Mit mehreren Pools, Minigolf, Tennisplatz uvm. und einem toll angelegten riesigen Garten, Einfach traumhaft!

Dort machte ich dann auch gleich das heutige Workout vom OCR MUNICH Adventskalender 💪🏻🌴

Dann ging es aber wirklich aufs Zimmer. Ich machte mir noch ein leckeres Abendbrot und eins, zwei Bier dazu 😋

Jetzt hatte ich auch endlich Zeit noch die zahlreichen Geburtstagsgrüße zu beantworten 😁 Vielen Dank allen, die an mich gedacht haben. Hab mich mega gefreut 😍

Und auch wenn mein Geburtstag ruhig hätte etwas weniger stressig verlaufen können, ist am Ende doch alles gut gegangen und mein einziger Wunsch, hierher zu kommen, in Erfüllung gegangen 😃🏝🌊

Mehr gibts in Teil 2…

Trailrun zum Schachensee 🏃🏻‍♂️🏔

Heute, am 1.November 2020, also einen Tag vor dem zweiten Lockdown wollte ich auf jeden Fall nochmal in die Berge.
Zum Einen um das gute Wetter zu nutzen und zum Anderen um noch einmal auf einer Alm einzukehren.

Allzu lang sollte es Heute allerdings nicht werden, da Nachmittags schlechteres Wetter angesagt war. So suchte ich mir diesmal eine Strecke, die ich schon kannte um die Zeit gut abschätzen zu können.

Die Wahl fiel auf den Schachensee. Dieses Mal mit einer stark verkürzten Route. Beim letzten Mal waren es schließlich 36 Kilometer…

Es war deutlich kühler als beim letzten Mal, sodass mir der erste Anstieg wesentlich leichter vorkam. Dann ging es bis zur Partnachklamm fast nur noch bergab und ich konnte es schön laufen lassen.

Dann ging es auf den schwierigsten und steilsten Teil der Route – den Kälbersteig.
Der führt von der Partnach ziemlich gerade einige Kilometer direkt nach oben und verzichtet dabei auf unnötige Schlenker und Serpentinen. Dadurch ist er natürlich um einiges kürzer als der geschotterte Serpentinenweg aber auch um einiges steiler.

Trotzdem würde ich diesen Weg immer wieder gehen und auch jedem empfehlen, da er landschaftlich ganz klar die bessere Wahl ist.


Man geht die ganze Zeit durch den Wald über Wurzeln, Steine und teilweise hohe Treppenstufen aus Holzstämmen.


Zwischendurch wird man auch immer wieder mit einer tollen Aussicht belohnt. Eine gute Gelegenheit um eine kurze Pause einzulegen.

Als ich dann den Kälbersteig geschafft hatte, trat ich aus dem Wald heraus und blickte auf die atemberaubende umliegende Berglandschaft.
Anders als beim letzten Mal, war diesmal auf den Gipfeln schon ordentlich Schnee – ein toller Anblick.


Jetzt war es auch nicht mehr weit bis zum Ziel – dem Schachensee.

Nur wenige Minuten später war es dann soweit. Eine kleine Abzweigung führte runter zum See. Ein toller Anblick!
Alles schneebedeckt und das Wasser war sogar schon von einer dicken Eisschicht bedeckt.

Ursprünglich wollte ich mich ja nach dem Aufstieg im See abkühlen. Konnte ja nicht ahnen, dass es so kühl werden würde 😅

Naja eine kurze Pause machte ich trotzdem. Ich genoss die Stille und die Einsamkeit an dem fast schon magisch anmutenden Ort. Hier konnte ich wirklich abschalten und einmal richtig entspannen.

Einige Minuten später, es wurde langsam etwas kühler; machte ich mich dann schon wieder auf den Rückweg.
Dieses Mal ging ich fast dem selben Weg, den ich beim Aufstieg schon gegangen war.

Und den Kälbersteig runterzuballern machte schon wesentlich mehr Spaß als hochzusteigen. Und ging natürlich auch viel schneller.

Es dauerte nicht lang, da war ich schon wieder an der Partnach. Hier wählte ich dann eine andere Route, da ich ja unbedingt noch auf eine Alm wollte, bevor es endgültig zurück ging.

Also ging es nochmal bergauf, oberhalb der Partnachklamm entlang, Richtung Garmisch.
Langsam zogen auch schon die ersten Regenwolken auf und gerade als es anfing und die ersten Tropfen fielen, erreichte ich auch schon die Alm.

Also nicht nur eine gute Gelegenheit um ein Radler zu trinken, sondern auch um den Schauer abzuwarten. Der war zum Glück nur kurz und so machte ich mich dann doch relativ schnell wieder auf den Weg in Richtung Bahnhof.

Wieder mal ein toller Tag in den Bergen. Was gibt es schöneres am letzten Sonntag vor einem Lockdown 🙂

Wie habt ihr das letzte Wochenende genutzt? Was habt ihr erlebt?