Auszeit vom Alltag ☀️🏝

Ein Wochenende mit dem Packraft auf dem Lech 🛶

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit.
Nach langer Abstinenz ging es endlich mal wieder mit dem Packraft auf Tour.

Eigentlich hatten wir geplant am Feiertag zu Fronleichnam eine Tagestour zu machen, aber da das Wetter nicht mitgespielt hatte, verschoben wir die ganze Aktion auf das Wochenende.
Und da wir am Wochenende ohnehin noch nichts anderes vor hatten, planten wir auch gleich noch zwei Übernachtungen mit ein 😃

Am Freitag Nachmittag ging es dann von München mit dem Zug nach Füssen, wo der Einstieg in den Lech erfolgen sollte.
Melissa und Andi waren schon am Mittag eingebootet und hatten somit schon ein paar Stunden „Vorsprung“. Tobi und Ich kamen am späten Nachmittag auch endlich an…

Kaum hatten wir unsere Boote startklar gemacht, kamen uns die beiden auch schon entgegengerudert. Mit ihrem schnittigen Boot, war es für sie ein leichtes uns stromaufwärts einzusammeln.

Dann ging es endlich los! Das Wetter war traumhaft, blauer Himmel, Sonnenschein und angenehm warm war es auch.
Dazu die tolle Kulisse. Auf der einen Seite der Fluß, der sich durch die Natur schlängelt und auf der anderen Seite eine beeindruckende Berglandschaft. Megaschön!

Nach einer kurzen ersten Etappe auf dem Lech, erreichten wir ziemlich schnell den Foggensee, ein sehr schöner aber auch ziemlich großer See, besonders, wenn man ihn mit einem Packraft befahren will.

Das war tatsächlich eine ganz schöne Herausforderung, da wir ihn ja einmal längs überqueren mussten um unser erstes Etappenziel, auf einer kleinen Halbinsel am Ende des Sees, zu erreichen.

Langweilig wurde es uns aber nicht. Wir sangen Seemannslieder, beobachteten die viele Boote und sogar Kitesurfer, die auf dem Wasser waren und genossen einfach das Leben…

Für die knapp 10 Kilometer haben wir dann tatsächlich fast 3 Stunden gebraucht.
Viel länger hätte es auch nicht sein dürfen, denn noch vor erreichen unseres Schlafplatzes verschwand die Sonne hinter den Bergen.
Auf den tollen Sonnenuntergang auf dem Wasser, mussten wir dafür nicht verzichten.

Dort trennten sich dann unsere Wege.
Melissa und Andi fuhren ab hier weiter nach Hause, da sie leider nicht so viel Zeit hatten wie wir.

Distanz 9,78km

Für uns hieß es dann auch nur noch schnell an Land gehen, eine Kleinigkeit essen und dann auch schon schlafen.

Das Nachtlager war auch sehr schnell errichtet. Einfach das Boot umdrehen, Schlafsack drauf, Tarp drüber und fertig 😃

Samstag Morgen

Ich hatte nicht besonders gut geschlafen, da wir auf einer relativ abschüssigen Wiese gelandet waren und ich in der Nacht immer wieder drohte vom Boot zu rutschen.
Aber zumindest hatten wir eine sehr angenehme Schlaftemperatur und am Morgen wurden wir auch gleich von wärmenden Sonnenstrahlen geweckt ☀️☀️☀️

Nach einem kurzen Frühstück, konnten wir es kaum erwarten, wieder auf das Wasser zu kommen.

Distanz 3,06km

Die erste Etappe führte uns zu einem Stauwehr, an dem wir Umtragen mussten.
Diese Gelegenheit nutzten wir gleich um unsere Vorräte aufzufüllen.

Ein paar Kilometer vom Wehr entfernt, war der kleine Ort Roßhaupten, in dem es einen Supermarkt und einen Bäcker geben sollte.
Wir parkten also unsere Boote am Wehr und machten uns auf den Weg.

Der sehr schöne Wanderweg führte durch einen schattigen Wald am Fluß entlang und dann vorbei an Wiesen und Feldern in den Ort.

Distanz 5,48km

Wir hatten echt Glück!

Dort angekommen, es war mittlerweile schon kurz nach 11 Uhr, stellten wir nämlich fest, dass die Geschäfte dort nur bis 12 Uhr offen haben.

Wir hatten richtig Hunger, was sich auch an der Größe unseres Einkaufs widerspiegelte 😁
Es gab einfach zu viele leckere Sachen! Unter anderem frisch gebackenes Baguette und riesige Nusshörnchen, denen wir nicht widerstehen konnten.

Zu guter Letzt haben wir es dann sogar noch gerade rechtzeitig zum Bäcker geschafft und uns einen schönen große Cappuccino gegönnt.
Da auf jeden Fall zur Landbäckerei Sinz und NICHT zum Strobel gehen. Das waren nämlich die einzigen unfreundlichen Menschen in der ganzen Gegend.

Ansonsten waren wir wirklich überrascht wie freundlich die Menschen dort sind. Jeder und wirklich jeder hat uns dort freundlich gegrüßt. Das kennt man ja sonst eigentlich nur vom Berg. Wirklich eine tolle Erfahrung, das auch mal einfach so auf der Straße zu erleben 👌🏻

Nachdem wir dort ein zweites Frühstück gemacht hatten ging es auch schon wieder zurück ans Wasser…

Ab jetzt hatten wir endlich mal ein bisschen mehr Strömung und konnten uns etwas treiben lassen und einfach mal nichts tun.
Wir genossen das Wetter, ließen uns von ruhiger hawaiianischer Musik berieseln und ließen uns auch den ein oder anderen Becher Rum schmecken.

Den hatten wir uns, inspiriert von den vielen Seemannsliedern, zuvor noch im Supermarkt mitgenommen. Serviert haben wir ihn in Schokowaffelbechern, aus denen man sonst eher Eierlikör trinken würde. #zerowaste

Unterwegs hatten wir noch eine witzige Begegnung mit ein paar Kühen, die uns eine weile am Ufer begleiteten und schließlich noch ein kühles Bad im Fluß nahmen. Haben wir so auch noch nicht erlebt…

Langsam kamen wir dann auch unserem heutigem Ziel, dem Lechstausee näher, an dem wir uns zu einer Brotzeit mit Andi und Melissa verabredet hatten.

Distanz 8,33km

Es war schon wieder ziemlich spät geworden und langsam zogen auch immer dunklere Wolken am Horizont auf. Ein Blick auf die Wettervorhersage für die Nacht bestätigte unsere leise Befürchtung, dass ein Unwetter aufziehen könnte.

Als Melissa und Andi dann eintrafen, beratschlagten wir uns kurz und nahmen dann das Angebot, bei den beiden im Garten zu schlafen dankend an.
Die Vorstellung bei einem aufziehendem Gewitter auf dem Wasser zu sein, war auch nicht die Schönste…

Das war auf jeden Fall die Beste Entscheidung!

Am Abend grillten wir noch gemeinsam und genau in dem Moment, als wir den letzten Bissen gegessen hatten, fing das Unwetter an.


Wir flüchteten in unseren zuvor errichteten Unterstand, der schon für die Nacht fertig war und auch wieder nur einem Tarp gegen den Regen und den Booten als Matratze zum Schlafen bestand.

Der Wind riß an der Konstruktion und der Regen prasselte mit einem ohrenbetäubenden Lärm auf die Plane, immer wieder unterbrochen von lautem Donner und grellen Blitzen.
Ein ganz schönes Spektakel, was uns auch einige Male aufschrecken ließ.

Zu unserer Überraschung hat die Konstruktion das Unwetter sehr ut überstanden und am nächsten Morgen war ich wieder Erwarten sehr viel ausgeruhter als die Nacht zuvor.
Dieses Mal hatten wir ja auch eine schön gerade Wiese und als ich eingeschlafen war, konnte mich auch das Unwetter nicht mehr wecken.

Früh wurden wir dann sogar noch von Andi und Melissa zu einem leckeren Frühstück eingeladen und dann auch noch zum Bahnhof gebracht, von wo aus es dann wieder zurück nach Hause ging…

Ein perfektes Wochenende!

Wieder einmal haben wir es geschafft, aus wenig, viel zu machen.
Manchmal muss man einfach nur raus gehen, vielleicht ungewöhnliche, auch spontane Wege gehen um den Alltag komplett hinter sich zu lassen.
Selbst in so kurzer Zeit ist es so möglich komplett zu sich zu finden und zu entspannen.

Ich kann nur jedem empfehlen es eimal auszuprobieren! Stürzt euch in euer persönliches Abenteuer und spürt das Leben 😊

Erzählt mir auch gerne , wie ihr es schafft dem Alltag zu entfiehen.
Was bedeutet für euch das Wort Auszeit?

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